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Wenn Tiere sprechen – Aus der Film-Trickkiste

07.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Echte Wölfe oder Esel können im Film schon mal sprechen. Nicht nur ein paar Laute, sondern richtige Sätze. Schauspieler laufen als Riesen durch die Landschaft. Und es gibt Abenteuer hoch am Himmel in Ballons. Wie machen die Filmleute das alles? Na, mit Schummelei! Wenn die Geschichten produziert werden, arbeiten die Filmemacher mit jeder Menge Tricks. Ihr Hauptwerkzeug dabei ist heute der Computer. Wichtig ist, dass alles so echt aussieht wie möglich.

Nach dem Ende der Dreharbeiten sitzen Experten wie Olaf Skrzipczyk und sein Team aus Potsdam-Babelsberg bei Berlin oft noch Monate vor ihren Rechnern und zaubern Effekte. Ein paar der Kniffe hat der Fachmann mal erklärt. Es wurde zum Beispiel mal ein Märchenfilm über Dornröschen gedreht.

Im Film schwebt der Prinz mit dem Ballon über eine Bergwelt. Gearbeitet wird für so etwas im Studio. Statt weit oben zu fliegen, hängt der Ballon fest an einem Kran. Und zwar nur etwa zwei Meter über dem Boden. So groß werden sehr lange Erwachsene. Hinter dem Ballon ist nichts als eine grüne Wand zu sehen. Erst mit Hilfe von Computern wird die Film-Szene spannend. „Ich kann dem Computer sagen, nimm dieses Grün und mache es durchsichtig“, erklärt Fachmann Olaf Skrzipczyk über den Hintergrund. „Dann kann ich irgendein Bild dahinterlegen.“ Wieder lässt der Fachmann den Computer arbeiten. Nach wenigen Mausklicks fliegt der Ballon plötzlich über die Alpen. Jedenfalls sieht es so aus, als ob. Das Zusammenbauen von mehreren Bildern zu einem funktioniert auch gut bei einem blauen Hintergrund.

Und wie bringen die Film-Leute einem Wolf oder einem Esel das Sprechen bei? „Wir haben geübt: A, B, Papa, Mama – aber die Wölfe haben immer nur gejault“, erzählt der Experte im Scherz. Weil Wölfe nicht reden, musste er mal für einen Rotkäppchen-Film zum Computer greifen. Auf dem Bildschirm wurde eine Wolfsschnauze als Modell nachgebaut. Und die sieht dann aus wie echt. „Besonders schwierig waren die vielen Haare.“

Beim Dreh standen echte, dressierte Wölfe vor der Kamera. Die haben natürlich nicht gesprochen. Aber am Computer wurde dann die nachgebaute Schnauze in der Aufzeichnung über die echte Wolfsschnauze „gebastelt“. Und die bewegt sich hinterher im neuen Bild so, dass es aussieht, als würde der Wolf wirklich reden. Auch andere Tiere wie Esel bringt man so zum Reden.

Das alles hört sich zwar einfach an, ist aber eine Menge Arbeit. Mitunter sitzen Skrzipczyk und seine Kollegen mehrere Monate oder sogar ein Jahr an einem solchen Film.

Manchmal können Tiere im Film sprechen. Doch so etwas sind meist Tricks, wie zum Beispiel im Film „Die Bremer Stadtmusikanten“, der Weihnachten 2009 im Ersten laufen soll. Foto: Carmen Jaspersen

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