Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Wenn Nachrichten traurig machen

31.08.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ob Corona-Krise, die Flucht aus Afghanistan oder Hochwasser-Katastrophe: Schlechte Nachrichten können uns beunruhigen. Doch es gibt Möglichkeiten damit umzugehen.

Viele schlechte Nachrichten? Mit anderen darüber zu reden, kann helfen.  Foto: Martin Gerten/dpa
Viele schlechte Nachrichten? Mit anderen darüber zu reden, kann helfen. Foto: Martin Gerten/dpa

In den Nachrichten wird immer wieder über Dinge berichtet, die traurig machen oder bei denen wir sogar Angst bekommen können. In den vergangenen Wochen sind viele solcher Dinge passiert.

Im Land Afghanistan versuchen Menschen zu fliehen, weil die Gruppe der Taliban die Macht übernommen hat. In Deutschland haben Hochwasser große Zerstörung angerichtet und auch die Corona-Krise ist nicht vorbei. Vielleicht machen auch dich diese Berichte manchmal traurig. Elisabeth Raffauf ist Psychologin. Sie sagt: Bei solchen Informationen und Bildern ein mulmiges Gefühl zu haben, ist völlig normal. „Das geht vielen Menschen so, auch den Erwachsenen.“ Passiert etwas, sieht man die Nachrichten überall, auf Smartphones, in Zeitungen und im Fernsehen. „Die Informationen kommen uns also sehr nah. Aber wir fühlen uns ohnmächtig, weil wir oft nichts ändern können“, sagt Frau Raffauf.

Fühlst du dich traurig oder ängstlich, solltest du mit jemandem reden, der deine Gefühle versteht. „Natürlich kann auch dieser Mensch erst mal nichts an der Lage ändern“, sagt die Expertin. „Aber es gibt uns ein gutes Gefühl, die Sorgen auf mehrere Schultern zu verteilen und zu wissen: Auch andere machen sich diese Gedanken.“

Gemeinsam könnt ihr dann überlegen, ob es nicht doch etwas gibt, was ihr tun könnt. „In der Corona-Krise zum Beispiel haben Kinder sehr viel getan“, sagt Frau Raffauf. „Sie haben anderen geholfen und sind zum Beispiel für sie einkaufen gegangen.“

Auch Silke Krämer beschäftigt sich mit den Gefühlen von Kindern. Sie schlägt vor, sich in der Krise auf die guten Dinge zu konzentrieren. „Nach der Flut gab es zum Beispiel viel Hilfsbereitschaft“, sagt sie. Auch darüber hinaus mache es Sinn, auf die schönen Dinge zu achten. Silke Krämer schlägt vor: „Um zum Beispiel vor dem Einschlafen auf andere Gedanken zu kommen, kann man sich überlegen: Was war schön heute? Wofür bin ich dankbar?“

Außerdem hilft es, sich klarzumachen: Reporter berichten oft dann, wenn etwas Schlimmes passiert. Sie berichten viel über Ereignisse, die sehr selten sind. Es passieren auf der Welt auch jeden Tag viele schöne Dinge. Darüber wird nur sehr viel seltener berichtet. dpa

Paulas Nachrichten

Ein Leben im und für den Zoo

Den Namen Hagenbeck kennen viele Zoo-Fans. Carl Hagenbeck begann vor rund 200 Jahren, Tiere aus aller Welt zu zeigen. Sein Urenkel Carl Claus Hagenbeck prägte den Zoo, wie er heute ist. Nun wird der frühere Zoodirektor 80 Jahre alt.

Keine andere Familie hat Zoologische…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten