Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Wenn Mäuse skaten und Roboter tanzen

06.07.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Trommelnde Teddys aus Pappmaschee, Stoffmäuse, die auf Skateboards nach Käse suchen, und Plüschbären, die mit kleinen Becken ordentlich Krach schlagen: Das alles gibt es in Berlin an einer Schule!

An der Wolfgang-Borchert-Oberschule tüftelt eine Gruppe Mädchen in der Arbeitsgemeinschaft „Roberta“ an Robotern.

Doch bevor die trommeln oder skaten, sehen sie erst einmal langweilig aus: Es sind kleine, graue Kästen – Computer. Mit Kabeln verbinden die Mädchen diese Kästen mit Motoren, die später zum Beispiel die Arme der Teddybären bewegen. Sie schließen auch Sensoren, also kleine elektronische Fühler, an. Die reagieren zum Beispiel auf Farben, Licht, Bewegungen oder Geräusche – und lösen dann andere Dinge aus.

Deswegen fangen die Teddybären mit ihrer Musik erst an, wenn die Mädchen in die Hände klatschen oder trommeln. Oder die Mäuse skaten immer nur bis zu einer Linie – und drehen dann von selbst um.

„Berlin Stompys“ heißt die Show. Und damit sie so läuft, braucht es Computerprogramme, die alles steuern. Diese Programme haben die Mädchen selbst geschrieben. Das, erzählen sie, kann jeder lernen. Vorher muss man sich nicht besonders mit Technik auskennen. Beim Machen kommt die Erfahrung von allein.

So ging es den „Robertas“ auch mit anderen Dingen. Am Anfang lief noch vieles schief: „Da sind uns immer die Arme der Teddys abgefallen, oder der Stoff hat sich im Motor verhakt“, erinnert sich Lena, die zwölf Jahre alt ist. Aber die Mädchen haben immer weiterprobiert, bis alles funktionierte.

Heute sind die Schülerinnen Roboter-Profis. Vor Kurzem wurden sie Deutsche Meister bei dem großen Roboter-Wettbewerb Robocup Junior. Und gerade treten sie bei der Robocup-Weltmeisterschaft in Graz in Österreich an. Da gibt es auch Roboter, die Fußball spielen und vieles mehr. In den vergangenen Jahren waren Schülerinnen aus der Roberta-AG auch schon in Japan, Amerika und China. „Es macht einfach Spaß, zusammen so etwas zu schaffen“, findet Samira, die 14 Jahre alt ist. Dass die Teams gut zusammenarbeiten ist wichtig, es wird bei den Wettbewerben mit bewertet.

„Roberta“-Gruppen gibt es in Deutschland viele. Sie sind extra für Mädchen gedacht – damit die sich nicht blöd vorkommen zum Beispiel, weil Jungs manchmal so tun, als könnten sie das alles besser. „Es kommt jetzt öfter mal vor, dass ich bei den Jungs mitreden kann, wenn es um technische Sachen geht“, erzählt Lena. „Das macht Spaß.“

Roboter denken nicht

Wenn es um Roboter geht, denken viele Menschen an ein Ding, das ein bisschen aussieht wie ein Mensch aus Metall: mit einem Kopf, Armen und Beinen. Einige Roboter wurden tatsächlich so gebaut. Sie werden auch menschenähnliche Roboter genannt oder Humanoide. Manche von ihnen können sogar laufen oder sprechen. Andere Roboter spielen Schach oder rechnen wie die Weltmeister. Einige lernen sogar bestimmte Dinge und können auf Menschen reagieren.

Aber eines können Roboter bislang nicht: richtig denken. Darin ist ihnen unser Gehirn weit überlegen. Aber Wissenschaftler tüfteln auch daran, dass Roboter das Denken lernen.

Das Bild zeigt eine Plüschmaus auf einem Roboterfahrzeug, das die Roberta-Arbeitsgemeinschaft der Wolfgang-Borchert-Oberschule in Berlin-Spandau gebaut hat. Foto: Juliane Gringer

Paulas Nachrichten

Elise nahm die Lok gleich in Betrieb

An Ostern hat Paula fünf Brio-Loks verlost. Sie hat die Loks gleich losdampfen lassen zu den Gewinnern. Eine davon war Elise Hefele (4). Wie man auf dem Bild sieht, ist die Lok schon bei Elise in Wolfschlugen angekommen. Und sie spielte gleich fleißig mit ihr. Übrigens durfte ihr Bruder Julian…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten