Paulas Nachrichten

Wenn Freunde Freunde ausspionieren

30.01.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(dpa) Wenn heute von der Stasi gesprochen wird, hört man manchmal den Begriff Krake. Das ist eigentlich ein Tintenfisch mit vielen Armen. Die Arme kann das Tier überallhin ausstrecken. So ähnlich machte das auch die Stasi mithilfe von „Inoffiziellen Mitarbeitern“, abgekürzt IM. Das waren Menschen, die im Auftrag der Stasi spionierten. Davon gab es in der Zeit der DDR mehrere Hunderttausend. Diese IM waren aber keine richtigen Geheimagenten, sondern ganz normale Leute. Es waren zum Beispiel Lehrer, Busfahrer oder Ärzte. Sie spionierten ihre Familien aus, ihre Freunde, Nachbarn oder Arbeitskollegen. Was sie hörten und sahen, meldeten sie dann an die Stasi. Manche IM machten mit, weil sie davon überzeugt waren und das gut fanden. Andere wurden von der Stasi aber auch dazu gezwungen.

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