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Wenn Fans sich zusammentun

13.08.2021 05:30, Von Sophia Reddig — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In Stadien und Arenen fielen zuletzt viele Konzerte aus. Doch Fans von Stars wie der Band BTS kommen über das Internet auch so zusammen. Ihre Aktionen haben dabei nicht immer mit Musik zu tun.

Mitglieder der südkoreanischen K-Pop-Band BTS posieren vor einer Pressekonferenz zur Vorstellung ihrer neuen Single „Butter“. Die Band hat Fans auf der ganzen Welt. Foto: Lee Jin-Man/AP/dpa
Mitglieder der südkoreanischen K-Pop-Band BTS posieren vor einer Pressekonferenz zur Vorstellung ihrer neuen Single „Butter“. Die Band hat Fans auf der ganzen Welt. Foto: Lee Jin-Man/AP/dpa

Wenn du das Wort Armee hörst, denkst du vermutlich an Hubschrauber, Panzer und Gewehre. Es gibt jedoch auch Armeen, die ohne das alles auskommen. Ein Beispiel hierfür ist die „BTS Army“ (gesprochen: „Bi-Ti-Es-Armi“). So nennen sich die Fans der K-Pop-Gruppe BTS.

K-Pop ist ein Sammelbegriff für bestimmte Popmusik. Sie kommt aus dem Land Südkorea auf dem Kontinent Asien. Vielleicht kennst du auch K-Pop-Stars wie Monsta X und Blackpink.

Manchmal tun sich Fans von erfolgreichen Bands oder Stars zu großen Gruppen zusammen. Sie vernetzen sich vor allem über das Internet. So tauschen sie sich zum Beispiel auf Twitter und Instagram über ihre Idole aus.

Die Fan-Gruppen versuchen etwa, zusammen hohe Klickzahlen für Musikvideos zu erreichen und organisieren gemeinsame Konzertbesuche. Manchmal engagieren sie sich sogar für Themen, die nicht direkt etwas mit Musik zu tun haben. Mit gezielten Aktionen im Internet setzen sie sich zum Beispiel gegen die Ausgrenzung von Menschen ein.

„In der K-Pop-Szene haben solche Aktionen Tradition“, sagt Sung Un Gang. Er arbeitet an der Universität Bonn und kennt sich gut mit Korea und koreanischer Kultur aus. Er erklärt: „Schon in den 90er Jahren haben sich K-Pop-Fans für die Sachen eingesetzt, die ihnen wichtig sind.“

So unterstützten Fans zum Beispiel junge Bands auf ihrem Weg zu K-Pop-Stars. Bis dahin müssen diese Musiker teilweise lange für bestimmte Plattenfirmen arbeiten. Die Fans schrieben Briefe und demonstrierten für ihre Idole.

Sung Un Gang erklärt: „Mit der Zeit wurden die Fans zu so einer großen Kraft, dass die Plattenfirmen sie nicht mehr ignorieren konnten. Da haben die Fans gemerkt, dass man gemeinsam viel erreichen kann.“

Mittlerweile sammeln die Fan-Gruppen auch Spenden, zum Beispiel für Kinder in Not oder nach Naturkatastrophen.

Auch für Menschenrechte setzen sie sich ein. Der Fachmann erklärt: Solche Themen sind unzähligen Menschen auf der Welt wichtig. Deshalb sei es auch nicht schwer, viele K-Pop-Fans auf der Welt zu finden, die mitmachen.

Denn nicht nur die Musik-Richtung K-Pop hat sich von Südkorea aus ausgebreitet. Sondern auch diese besondere Art des Fanseins oder die Fankultur.

Das bedeutet: Auch woanders auf der Erde haben Fans diesen Aktivismus übernommen.

Sung Un Gang sagt: „Als zum Beispiel ein Mitglied von BTS Geburtstag hatte, haben nicht nur die Fans in Südkorea Werbebanner organisiert. Überall auf der Welt hingen große Plakate mit Glückwünschen.“

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