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Wenn ein Museum die Kisten packt

09.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Riesenumzug in München: Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst wechselt den Ort

Das große Steinrelief wird verladen. Foto: dpa

Kisten packen, Kisten schleppen und dann alles wieder auspacken: Umzüge sind anstrengend. Ganz besonders viel Mühe aber macht es, wenn ein ganzes Museum umzieht und dabei nicht einmal geschlossen hat.

Das geschieht gerade in München. Es handelt sich um das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst. Viel Schweiß floss zum Beispiel beim Transport einer uralten Steinplatte. „In diese Platte ist ein Bild eingemeißelt. Das Bild zeigt einen ägyptischen König, als er gerade einen Feind niederschlägt“, sagt Sylvia Schoske. Sie ist die Leiterin des Museums. „Ursprünglich stand diese Steinplatte als eine Art Grenzstein in der Wüste von Ägypten.“ Jetzt ist sie im Museum.

„Für den Umzug ins neue Museum haben wir die Steinplatte in Decken eingepackt. Danach war sie größer als ein Mensch“, erzählt die Direktorin. Sechs Männer schleppten die Steinplatte dann aus dem Ausstellungsraum bis zum Umzugswagen. „An den Türen im Gebäude blieben nur noch wenige Millimeter Luft nach oben.“ Einen ganzen Tag habe es gedauert, bis die Steinplatte in ihrem neuen Zuhause ankam.

Einfacher ist es da mit den kleinen Gefäßen aus Ton, erzählt die Chefin des Münchner Museums: „Jeder Krug und jede Schale wird in Seidenpapier eingewickelt. Das ist ganz dünnes, weiches Papier. Danach wird jedes Stück in Schaumstoff eingepackt. Die kleinen Päckchen kommen dann in Pappkartons.“ Das geht ganz fix. Sehr empfindliche Teile wie Schmuck bekommen eine Hülle extra: Dann wird der Pappkarton in eine Holzkiste gepackt. So ist alles gut geschützt, wenn der Umzugswagen durch München fährt.

Dann geht es in ein neues Gebäude in der Arcisstraße. Dort gibt es in der Nähe noch andere Museen, zum Beispiel die Alte Pinakothek mit Gemälden und die Neue Pinakothek. Vor allem aber bieten die Räume dort mehr Platz als bisher. dpa

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