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Paulas Nachrichten

„Wenn doch endlich alles wieder normal wäre!”

13.02.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Köngener Grundschüler schrieben Briefe zu ihrer Situation

Paula freut sich ja immer sehr über Post. Die Kinder der Klasse 4c der Köngener Mörikeschule mit ihrer Lehrerin Saskia Keller haben ihr vor Kurzem eine sehr große Freude gemacht: Sie haben ihr ganz viele Briefe geschrieben. Darin erzählen sie, wie es ihnen in Corona-Zeiten gerade geht. Toll findet die Paula: Die Kinder schauen nach vorne. Denn das Thema ihrer Briefe lautet: „Wenn doch endlich alles wieder normal wäre!“ Alle Kinder vermissen ihre Schule – mit dem Lernen, ihren Schulkameradinnen und -kameraden und ihrer Lehrerin. Und manche Kinder sind auch erschöpft von der Situation. Sie vergessen aber auch nicht den Spaß. Tatsächlich gibt es auch jetzt Dinge, die ihnen Freude machen.

Clara Beutin
Clara Beutin

Am liebsten würde Paula alle Briefe von den Schülerinnen und Schülern ganz abdrucken. Aber da würde eine Seite von „Paulas Nachrichten“ gar nicht ausreichen. Deshalb erzählt euch die Paula hier, was die Kinder so geschrieben haben. Und sie druckt ein paar Briefe ganz oder in Auszügen ab.

Den Brief von Samira Zepf druckt die Paula ganz ab. Er hat sie sehr beeindruckt. Denn daraus kann man lernen: Vielen Kindern fehlt die Normalität des Schulalltags ganz arg. Sie vermissen das gemeinschaftliche Lernen. Sie vermissen ihre Freunde, ihre Lehrer. „Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort, aber wirklich sofort, zur Schule hoppeln“, sagt die Samira. Da würde Paula am liebsten gleich mitwatscheln.

Manuel
Manuel

Auch den Brief von Linnea Schöner druckt die Paula ganz ab. Denn auch der ist sehr interessant. Linnea schreibt auch, dass sie die anderen Menschen sehr vermisst. Ihr Plan lautet deshalb: „Wenn Corona vorbei ist, werde ich mit meinen Freundinnen eine große Übernachtsparty veranstalten und jedem ein Eis spendieren!“ Linnea gibt zwar zu, dass sie Corona hasst. Sie sagt aber auch: „Ich weiß, dass die Regeln nur zu unserem Schutz aufgestellt werden – trotzdem wäre ich sehr froh, wenn alles wieder normal wäre.“

Cosima Kühbauch
Cosima Kühbauch

„Corona! Corona, Corona, Corona, Corona! Mir reicht es langsam!“, sagt Isabell ganz deutlich. Sie hofft, ihre Klasse kann dieses Jahr ins Schullandheim, denn sie freut sich schon seit über einem Jahr darauf. Aber es gibt auch schöne Tage für Isabell: „Manchmal schneit es und ich kann Schlitten fahren. Ich habe mehr Zeit zum Lesen, Spielen und Basteln und ich muss nicht zur Schule laufen, vor allem jetzt, wo es morgens dunkel und kalt ist.“ Und sie hält fest: „Es geht mir sehr gut, aber ich vermisse das Normalsein.“ Immerhin sei jetzt der Impfstoff da. Deshalb hofft sie, dass bald alles wieder ganz normal ist.

Auch der Leo vermisst seine Kameraden und das Lernen in der Schule sehr. Aber er sagt auch: „Mir geht es gut. Ich habe mich ans Homeschooling gewöhnt.“ Wie alle Kinder vermisst auch Cosima ihre Freunde. Sie ist manchmal traurig und schimpft wütend über Corona. Auf Normalität hofft auch Clara Beutin. Für sie ist gut, dass sie noch reiten gehen kann. Ihr Pony Sternchen sei ein echtes Kuschelpferd, schreibt sie. Weil sie so viel mit ihm zusammen machen kann, ist ihr nicht langweilig. „Deshalb geht es mir gut“, sagt sie.

Emma
Emma

Denisa freut sich nach Corona unter anderem auf ihre Freunde, das Freibad und die Freizeitparks. Gut am Corona-Ende werde sein, dass nicht mehr so viele Menschen sterben. Und sie ist optimistisch: „Wir halten durch und zusammen sind wir stark.“

„Ich hoffe, das Leben wird ein bisschen normaler“, sagt Manuel. Weil er auf einem Hof lebt, kann er reiten. Er würde aber auch gerne wieder mit seiner Oma zu den Hühnern gehen. Die Oma kann er gerade nicht besuchen. Sie ist nämlich im Krankenhaus und muss dann noch in die Kur. Nick wiederum sagt auch, dass es ihm gut geht. Er hofft auf einem Urlaub in der Sonne. Zumal seine kleine Schwester zum ersten Mal mitgehen würde.

Nael Evren
Nael Evren

Emma hat eine ganze Menge Ideen. Sie würde nach Corona endlich wieder mit ihrer Klasse spielen, sich mit Freunden treffen, mit Omas und Tanten Unternehmungen machen. Zum Beispiel ins Kino oder zum Shoppen gehen. Aber auch einen Spaziergang im Wald und einen Besuch im Römerpark fände sie toll. Auf jeden Fall aber will sie dieses Jahr ihren Kindergeburtstag feiern. Der fiel nämlich letztes Jahr aus. Deshalb hofft sie nun auf den Impfstoff. Momentan sagt sie aber: „Mir geht es so mittel gut.“

Denisa
Denisa

Einen ganz klaren Wunsch hat Nael Evren: „Ich wünsche mir, dass ich und meine Familie gesund bleiben, dass das Corona wegkommt und dass die Welt wieder ganz normal ist.“ Denn wie so viele vermisst Nael vieles: Freunde, Verwandte, Fußballmannschaft – und die Schule.

Die Lorena hat geschrieben: „An manchen Tagen geht es mir gut, aber an manchen Tagen auch schlecht.“ Schlecht geht es ihr, weil sie wegen Corona zu Hause arbeiten müssen. Sie freut sich aber, wenn Schnee liegt, wenn sie etwas mit ihrer Familie machen kann – und dass sie noch reiten gehen kann. Manche Sachen vermisst die Lorena aber sehr: „Meine Heimat, also Kosovo, wegen Corona dürfen wir nicht mehr hinfahren.“

Auch die Sarah Essl hat geschrieben. Das ist ihr Brief: „Heute ist Montag und wir haben wieder eine ganze Woche Homeschooling. Mir geht es soweit gut. Meine Tante wurde sogar schon gegen Corona geimpft. Darüber freue ich mich sehr. Heute freut es mich auch sehr, dass es schneit. Ich mag den Schnee nämlich sehr gerne. Was ich blöd finde ist, dass ich mich nur mit einer Person treffen darf. Außerdem finde ich es traurig, dass immer mehr Menschen sterben und sich mit Corona anstecken. Ich vermisse es, mit mehreren Freundinnen zu spielen. Meine Omas und Opas vermisse ich sehr. Am meisten freue ich mich darauf, meine Omas und Opas wieder zu sehen und mich mit meinen Freundinnen zu treffen. Außerdem würde mich freuen, wenn sich die ganze Klasse wieder sehen könnte. Das wäre schön. Ich möchte so gerne Saxophon lernen. Aber wegen Corona geht das im Moment nicht. Hoffentlich kann ich bald mit dem Unterricht anfangen.“

Und Nina Munch schreibt: „Mir geht es gut. Meine Familie und ich sind gesund und das ist natürlich das Wichtigste. Trotzdem fehlt mir das Freundetreffen, die gemeinsame Zeit in der Schule und dass man im Moment so viele Sachen nicht machen kann. Ich würde gerne mal wieder schwimmen und Schlittschuh laufen gehen, meine Karten von Tripsdrill einlösen und einen Fernsehabend mit Übernachtung mit meinen Freundinnen machen. Auch dass das Reiten nur noch verkürzt möglich ist, finde ich blöd. Am meisten freue ich mich darauf, dass alles wieder möglich ist.“

Auch von Florian Blawidt bekam Paula den Brief: „Es soll wieder Schule sein. Und ich möchte wieder richtig Kunst im Werkraum machen. Außerdem möchte ich wieder Sport in der Schule machen und die anderen sehen. Ich vermisse die anderen sehr. Auch Kunst und Englisch in der Schule fehlen mir. Ich vermisse meine Oma und meinen Opa. Mir fehlt auch meine Großtante sehr. Ich finde es sehr schade, dass die Kinos, Schwimmbäder, Thermen, Museen, Restaurants und der Bogenverein geschlossen haben. Ich finde es auch sehr doof, dass man Masken tragen muss. Außerdem finde ich es doof, dass wir immer so viel zu Hause sind. Das Homeschooling ist für mich sehr anstrengend. Ich finde die ganzen Einschränkungen beknackt und möchte wieder normal in die Schule gehen.“

Paulas Nachrichten

Paula hört gerne bei der Videokonferenz zu

Hallo, liebe Kinder, für mich ist das ja gerade eine spannende Sache: Das Projekt „Zeitung in der Grundschule“ läuft gerade. Da schicken die Kinder aus den vierten Klassen auch immer tolle Bilder. Aus Reudern kam ein Bild mit Zeitungsfröschen! Ich wusste gar nicht, dass es die gibt! Ich dachte…

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