Paulas Nachrichten

Wenn die erste Kerze brennt

27.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Plötzlich duftet es anders im Wohnzimmer. Es riecht nach Gebäck, nach Zimt, Tannenzweigen und Kerzen. Woher kommen die guten Gerüche? Zum Beispiel vom Wohnzimmertisch. Denn auf dem steht vielleicht ein Adventskranz. An diesem Sonntag darf die erste Kerze auf dem Kranz angezündet werden. Hurra, es ist wieder so weit! Die Weihnachtszeit geht los.

Jeden Sonntag kommt nun eine Kerze auf dem Kranz hinzu – bis zur vierten Kerze am 19. Dezember. Dazwischen gibt es einiges zu tun: Sich Geschenke für die Familie und Freunde ausdenken, basteln, Plätzchen backen, über Weihnachtsmärkte bummeln . . . Und am Nikolaustag am 6. Dezember: Schuhe rausstellen.

Höhepunkt der Adventszeit ist für viele der Heiligabend am 24. Dezember. Dieses Jahr fällt er auf einen Freitag. Da feiern Christen bei uns die Geburt von Jesus. Das Wort „Advent“ ist abgeleitet vom lateinischen Wort für Ankunft: „adventus“. Für Christen bedeutet dies, dass Gott seinen Sohn Jesus als Mensch auf die Erde geschickt hat.

Viele finden diese Zeit aufregend. Es feiern auch Menschen mit, die nicht an Gott glauben und sonst nicht in die Kirche gehen. Viele mögen einfach die Stimmung mit den vielen Lichtern, wenn es draußen dunkel und kalt ist.

Manche finden den Weihnachtsrummel aber auch nicht so toll. Sie meinen zum Beispiel: Das ist Stress und es wird viel Geld ausgegeben.

Es gibt sogar richtige Weihnachtsmuffel. Früher hatte die Adventszeit übrigens nichts mit Dosen voller Kekse und Schokolade zu tun. Die Adventszeit war eine Fastenzeit. Das heißt, Menschen aßen weniger oder verzichteten auf manche Sachen. Heute fasten die meisten Menschen in Deutschland nicht in der Weihnachtszeit. Ganz im Gegenteil: Es gibt häufig leckere Sachen und viele Weihnachtsfeiern – etwa in Schulen und Sportvereinen.

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