Paulas Nachrichten

Wenn Computer wissen, wie viel die Fußballer laufen

17.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Wochenende beginnt die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. Die Profis hetzen wieder über den Rasen in den Stadien. Und sie werden genau beobachtet. Kameras zeichnen alles auf. Und Computer errechnen, wer wie viel gelaufen ist.

Die Fußball-Profis können sich nicht mehr herausreden. Wenn sie nach einem Spiel unter der Dusche stehen, haben Computer längst errechnet, ob sie viel gelaufen sind oder nicht. Denn spezielle Kameras verfolgen jeden ihrer Schritte. Mithilfe ausgeklügelter Computer-Programme lässt sich genau sagen: Wie viele Kilometer sind die Spieler gelaufen? Und auch, wie schnell und wie oft sie gesprintet sind. Man spricht von einer Laufwege-Analyse. Die wird in den Stadien der Ersten und Zweiten Bundesliga gemacht. Die Trainer sehen die Daten. Und sie werden unter anderem auf Internetseiten gezeigt. Da steht dann zum Beispiel so etwas in der Art: Bastian Schweinsteige rist 11,9 Kilometer gelaufen, Franck Ribéry nur 10,5 Kilometer. „Es ist aber nicht so, dass ein Spieler, der weniger gelaufen ist, automatisch ein schlechteres Spiel abgeliefert hat“, sagt Christofer Clemens. Es hänge etwa auch davon ab, auf welcher Position ein Profi spielt. Christofer Clemens nimmt Spiele für den Hamburger SV genau unter die Lupe. Der 39-Jährige befasst sich seit Langem mit den Laufwegen von Fußballern. Ihm bleibt es nicht verborgen, wenn ein Fußballer nicht gut drauf ist. Dafür guckt er in seinen Computer. Denn bei den Spielen in der Bundesliga werden nicht nur das Laufen und die Tore genau erfasst. Es werden auch die Eckbälle, Torschüsse, Pässe, Fouls gezählt – vom Anpfiff bis zum Abpfiff. Aus den Daten können Experten unter anderem auch ablesen, wie gut ein Spieler auf einer neuen Position zurechtgekommen ist. Oder ob es der Mannschaft gelungen ist, aus der Abwehr heraus schnell in den Angriff zu spielen. Die Trainer können dann im Training an den Sachen arbeiten, die nicht so gut geklappt haben. Allerdings: Manche Trainer setzen eher darauf, was sie selbst beobachten, sagt Christofer Clemens. Viele junge Spieler würden sich aber für die Daten interessieren. „Sie wollen nach dem Spiel ihre Daten sehen, um herauszufinden, ob sie sich verbessert haben oder nicht.“

Mitarbeiter des Anbieters Impire sitzen während des Spiels vor dem Rechner und erfassen Daten der Fußballer. Kameras in den Bundesliga-Stadien zeichnen die Laufwege von Fußballern auf. Mit Computerprogrammen wird dann errechnet, wie viel ein Spieler gelaufen ist. Foto: Patrick Seeger

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