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Wellenkraftwerke erzeugen Strom aus Wogen

11.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Meer wogt und brandet ständig – Tag für Tag, Jahr für Jahr. Aus dieser ständigen Wellenbewegung kann man Strom gewinnen. In Spanien lief am Freitag ein Wellenkraftwerk an. Es liegt vor dem Hafen der Stadt Mutriku am Atlantik. In der ganzen Welt gibt es nur wenige solcher Anlagen.

Das Kraftwerk funktioniert etwa so: Stell dir eine umgedrehte Schüssel vor, die auf der Oberseite ein kleines Loch hat. Halte sie umgekehrt in ein Wasserbecken. Das Wasser steht im Innern der Schüssel so hoch wie im Becken.

Wenn sich der Wasserspiegel nun auch nur ein klein wenig hebt, steigt der Druck in der Schüssel deutlich. Und die Luft wird durch die kleine Öffnung nach draußen gepresst.

Sinkt der Druck wieder, so strömt Luft wieder zurück in die Schüssel.

Auf der Öffnung sitzt eine Turbine. Und die wird durch die aus- und auch die einströmende Luft angetrieben.

Ein Generator wandelt diese Energie dann zu Strom um. So ähnlich kann man sich das Wellenkraftwerk in Mutriku vorstellen. Dort gibt es aber unter anderem mehrere Turbinen.

Das neue Kraftwerk soll rund 250 Haushalte mit Strom versorgen. Es erzeugt viel weniger Energie als etwa ein großes Windrad. Aber die Forscher arbeiten weiter an dem Thema und hoffen: Eines Tages könne man damit an den Küsten und auch auf hoher See viel Energie produzieren, ohne der Umwelt zu schaden.

Aber ob das wirklich klappt, ist noch nicht klar.

Die Hafenmole der Stadt Mutriku an der nordspanischen Atlantikküste Foto: Voith GmbH

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