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Weiße Punkte auf schwarzem Grund – Die ersten Computerspiele

14.08.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Computerspiel ohne Farbe? Das nur biep macht? So etwas kann man sich kaum vorstellen. Doch die ersten Computerspiele konnten tatsächlich nicht viel mehr.

Das Bild zeigt einen alten Pong-Automaten. Pong war ein sehr beliebtes Spiel.  Foto: Julia Rudorf
Das Bild zeigt einen alten Pong-Automaten. Pong war ein sehr beliebtes Spiel. Foto: Julia Rudorf

Wie sahen die ersten Computerspiele aus? Das erfahren Besucher im Computerspielemuseum in Berlin. Und nicht nur das: Man kann die Spiele dort auch spielen. „Das ist bei Spielen ganz wichtig – dafür wurden sie ja auch gebaut“, sagt Andreas Lange. Er leitet das Museum und ist Experte für die Geschichte der Spiele.

Besonders stolz ist er auf einen gelben Spiele-Automaten. „Pong“ steht darauf. Pong war eines der ersten richtig erfolgreichen Spiele. Es funktioniert ein bisschen wie Tischtennis: Auf dem Bildschirm sieht man einen weißen Punkt. Statt eines Schlägers bewegt man einen weißen Strich, um den Ball aus dem eigenen Feld zu halten.

Vor ungefähr 40 Jahren waren Computer für die meisten Menschen noch viel zu teuer. Deshalb gab es Automaten, die irgendwo aufgestellt waren. Um damit zu spielen, musste man erst Münzen einwerfen – und für jedes einzelne Spiel bezahlen.

Extra Spiele für Kinder gab es damals aber noch nicht. „So was wie Pong war aber schon für die ganze Familie gedacht“, erklärt der Experte.

Ein anderes Spiel, das besonders beliebt war, heißt „Space Invaders“. Das heißt auf Deutsch „Weltraum-Angreifer“. Kleine, bunte Wesen bewegen sich da über den Bildschirm. Die muss man abschießen, bevor sie an den unteren Bildschirmrand kommen.

Später wurden die ersten Spiele-Konsolen entwickelt. Konsolen sind Computer, die eigens für Videospiele erfunden wurden. Sie waren günstiger als Computer, auch weil man sie an den Fernseher anstöpseln konnte. Bald gab es verschiedene Spiele, die man auf diesen Konsolen nutzen konnte – von Autorennen bis zu Ballerspielen. Kurz danach gab es auch die ersten Computer für Zuhause. Der bekannteste Computer damals war der C64. Weil er so klobig aussah, hatte er auch den Spitznamen Brotkasten. Besonders schnell war der Kasten im Vergleich zu heute nicht. Die Spieleentwickler mussten deshalb darauf achten, sich möglichst einfache Spiele und Bilder zu überlegen. Sonst hätte das Spielen wenig Spaß gemacht.

Alte Computerspiele spielen die Besucher im Museum heute immer noch gern, erzählt der Museumsdirektor. „Ob ein Spiel Spaß macht oder nicht, hängt eben nicht von der Technik ab.“ Sondern von der Idee.

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