Paulas Nachrichten

Weihnachtstiere - In Geschichten oder auf dem Teller

24.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es gibt Tiere, die gehören zu Weihnachten fast wie der Hase zu Ostern. Ochse und Esel zum Beispiel. Die beiden Vierbeiner fehlen in kaum einer Krippe, die zu Weihnachten aufgestellt wird. Auch Rentiere sind an den Weihnachtstagen unverzichtbar. Ohne sie müsste der Weihnachtsmann seinen Schlitten wohl alleine ziehen. Wichtig ist für viele Familien an den Feiertagen auch die Gans - als Festtagsschmaus!

Es gibt edle Krippen aus Holz - oder auch ganz einfache selbst gebastelte. Zwei Figuren sind aber fast immer dabei - ein Ochse und ein Esel. Ein bisschen komisch ist das schon: Die Krippen stellen die biblische Weihnachtsgeschichte der Christen über die Geburt von Jesus in der Stadt Bethlehem nach. In der Bibel kommt aber weder ein Ochse noch ein Esel vor! Warum wurden die Tiere dazugedichtet?

Kirchen-Experten nehmen an, dass die beiden Vierbeiner aus einem älteren, jüdischen Text stammen. Dort kommen ein Ochse und ein Esel - und eine Krippe vor. Sie ist wohl die Verbindung zur christlichen Weihnachtsgeschichte, in der ja auch eine Krippe auftaucht. Schwupps waren Esel und Ochse an die Krippe mit Jesus darin gestellt - und blieben es bis heute. Das passte auch gut, weil sie typische Stalltiere sind und Jesus in einem Stall geboren sein soll. Und zwar zu Beginn unserer Zeitrechnung. Außerdem stehen Esel und Ochse auch für die einfache und ärmliche Herkunft des Gottessohnes.

Die Geschichte von den Rentieren des Weihnachtsmannes wurde vor beinahe 200 Jahren erfunden. Damals ersann ein US-Amerikaner das Gedicht «A Visit from St. Nicholas». Darin ist beschrieben, wie acht fliegende Rentiere den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen. Noch heute können viele Kinder die Namen auswendig: Comet, Dancer, Dasher, Cupid, Donner (auch Donder), Vixen, Prancer und Blixen. Und was ist mit Rudolph, dem Rentier mit der roten Nase? Das kam erst später dazu: Ein Zeichner erfand es als Werbung für ein Kaufhaus- Unternehmen. Die Kinder waren sofort begeistert von dieser neuen Rentier-Geschichte - und sind es bis heute.

An den Weihnachtstagen wird geschlemmt. Bei vielen Familien steht dann ein Gänsebraten auf dem Tisch. Dieser Brauch für ein Festtagsessen stammt einer Legende nach aus Großbritannien: Dort wurde der Königin angeblich 1588 gerade Gans serviert, als sie eine gute Nachricht zu verkünden hatte. So sollen freudige Nachrichten und Festtagsgans zusammengekommen sein.

In vielen Familien bei uns gibt es allerdings an Heiligabend ein einfacheres Gericht: Kartoffelsalat und Wiener Würstchen zum Beispiel. Schließlich ist an dem Tag so viel zu tun: Baum schmücken, Geschenke einpacken - da bleibt oft kaum Zeit zum Kochen.

Diese Tiere haben alle etwas mit Weihnachten zu tun.

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