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Wasser spritzen, feilen, hobeln

15.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bevor man auf einem Rodelschlitten eine Kunsteisbahn heruntersausen kann, ist viel zu tun

Mitarbeiter der Rodelbahn bearbeiten die Kunsteisbahn vor einem Rennen mit Besen.

Bevor man auf einem Rodelschlitten eine Kunsteisbahn heruntersausen kann, ist viel zu tun. Für viele Menschen ist winterliches Eis nur gefrorenes Wasser. Für Markus Aschauer ist es mehr. Denn er kümmert sich um das Eis in der Bob- und Rodelbahn am Königssee. Die gilt als die älteste Kunsteisbahn der Welt. Es gibt sie seit mehr als 40 Jahren.

Die Bob- und Rodelbahn liegt zwischen hohen Bergen in Bayern. Sie ist direkt an einen Berg gebaut und fast zwei Kilometer lang. Aus der Ferne sieht sie aus wie eine riesige Rutsche – nur dass sie mit einer dicken Schicht Eis überzogen ist. Diese Eisschicht ist sehr wichtig. Markus Aschauer kümmert sich mit seinem Team darum. Zwölf Leute pflegen und reparieren das Eis jeden Tag. Die Sportler brauchen schließlich eine möglichst glatte Eisschicht in der Bahn – egal ob es bitterkalt ist oder regnet. Dann müssen sich die Eisspezialisten besonders anstrengen, damit die Bahn glatt bleibt. „Eis ist eine Wissenschaft für sich“, sagt der Fachmann. Schon im Oktober beginnt auf der Kunsteisbahn die Arbeit. Dann wird die Bahn eingeeist. Das klappt auch dann wenn der Winter noch weit weg ist. Eine Kunsteisbahn steckt nämlich voller Technik. Im Beton der Bahn sind viele Rohre verlegt. Die können die Bahn ziemlich schnell herunterkühlen. Wenn der Beton fast so kalt ist wie das Innere einer Kühltruhe, greifen Mitarbeiter zu Wasserschläuchen und spritzen damit die Bahn voll. Das Wasser wird auf dem gekühlten Beton sofort zu Eis. Das wird dann so lange gemacht, bis die Bahn überall mit einer dicken Schicht Eis bedeckt ist. Zum Schluss wird noch mal alles glatt gefeilt und gehobelt. „Dafür haben wir spezielle Maschinen“, erklärt der Experte.

Vieles machen seine Mitarbeiter aber auch von Hand, zum Beispiel vor einem Rennen. Dann fangen Markus Aschauers Mitarbeiter früh mit der Arbeit an: Ab sechs Uhr morgens stehen sie an der Bahn. Denn bei einem Rennen muss das Eis viel aushalten. „Ein Bob ist schwer und drückt extrem auf das Eis. Da geht immer wieder etwas kaputt“, erklärt der Fachmann. Damit die Mitarbeiter auf dem spiegelglatten Eis nicht ausrutschen, tragen sie besondere Schuhe. Die sehen aus wie Bergstiefel, haben an der Ferse aber eine kleine Schraube. Wenn man daran dreht, werden an der Sohle Nägel ausgefahren. Damit rutscht man nicht mehr aus. Um das Eis auch nachts bewachen zu können, hat Markus Aschauer auf seinem Handy ein Programm, mit dem er die Temperatur des Eises kontrollieren kann. Stimmt etwas nicht, schickt er einen Techniker los. dpa

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