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Was will ich in der Welt verbessern?

25.08.2020 05:30, Von Corinna Schwanhold — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Politiker können viel in der Welt bewegen – wenn sie wollen

Für Politiker und Politikerinnen gibt es keine Ausbildung, wie etwa als Bäcker oder Anwalt. Trotzdem müssen sie natürlich einiges können. Denn ihr Job ist gar nicht so einfach.

Omid Nouripour ist Abgeordneter im Bundestag.  Foto: Kay Nietfeld/dpa
Omid Nouripour ist Abgeordneter im Bundestag. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Eltern kriegen mehr Geld für Kinder. Schulen können sich mehr Laptops kaufen. Solche wichtigen Dinge werden von Politikern und Politikerinnen mitentschieden.

In der Politik kann in Deutschland eigentlich jeder Mensch arbeiten, etwa indem man in eine Partei eintritt.

Aber was muss man als Politiker oder Politikerin eigentlich können?

Darüber haben die „dpa-Nachrichten für Kinder“ mit Omid Nouripour von der Partei Bündnis 90/Die Grünen gesprochen. Er ist seit 2006 Abgeordneter im Bundestag.

Brauchen Politiker und Politikerinnen eine Ausbildung?

Politiker sollten wissen, was sie wollen und was sie verbessern wollen in der Welt.

Das ist weit wichtiger als alles, was man in der Schule oder an der Universität gelernt hat.

Wenn man ganz genau weiß, was man will, muss man den jeweils richtigen Weg dafür suchen. Wenn ich Bäume retten will, ist das, was ich dafür tun muss, ein anderer Weg, als wenn ich Krieg abschaffen will.

Wie wird man Politiker oder Politikerin?

Man wird gewählt. Man stellt sich zur Wahl und versucht Leute davon zu überzeugen, dass man gut genug ist und hofft, dass die Leute einem vertrauen. Und man verdient sich später hoffentlich auch das Vertrauen, indem man gute Arbeit leistet.

Wer sind Ihre Vorbilder und warum?

Ich habe Vorbilder, aber ehrlich gesagt nicht in der deutschen Politik, sondern Leute, die für Frieden kämpfen irgendwo auf der Welt, wo es wirklich schwierig ist.

Ich habe auch nicht immer dieselben Vorbilder, die ändern sich auch mal. Aber es gab eine Gruppe in Syrien, die haben irgendwann in deutschen Zeitungen den Namen bekommen „Syrische Weiße Rose“, weil sie wirklich gegen die übelsten Terroristen gekämpft haben.

Das sind Vorbilder, das sind Helden, weil die eine Arbeit unter Einsatz ihres Lebens machen, die nicht selbstverständlich ist.

Nicht jedem gefällt, was Sie als Politiker tun. Manche Leute beleidigen Sie sogar. Wie lernt man, mit Anfeindungen umzugehen?

Anfeindungen sind mittlerweile fester Bestandteil meines Jobs, dass ich Hass-Mails bekomme, zum Teil auch rassistische.

Sie tun echt weh, aber die allermeisten sind so doof, dass sie lustig sind. Ich kann darüber lachen, aber es ist auch ganz oft so, dass ich mir sage: Diese Leute schreiben das, weil sie wollen, dass ich meine Arbeit nicht mache. Das Beste, was ich dagegen machen kann, ist gute Arbeit.

Wie lernt man, schnell auf Fragen zu antworten?

Man lernt das gar nicht, man kann es oder kann es nicht. Nein, natürlich, man braucht ein bisschen Übung und kommt nicht mit irgendeiner großen Fähigkeit außer atmen und Kacka machen auf die Welt.

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