Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Was hinter den Kulissen eines Kinos passiert

01.07.2021 05:30, Von Elena Zelle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Häuser öffnen wieder: Es muss vieles erledigt werden, wenn wir einen Film auf der Leinwand sehen wollen

Ab dem 1. Juli ist es in vielen Kinos so weit: Filmfans können wieder auf der großen Leinwand gucken. Nach der langen Corona-Pause öffnen die Kinos. Wir haben uns erklären lassen, was im Kino alles erledigt werden muss, während wir es uns im Sessel gemütlich machen.

Elke Brümmer in ihrem Kino mit der Vorführmaschine.  Foto: Elena Zelle/dpa
Elke Brümmer in ihrem Kino mit der Vorführmaschine. Foto: Elena Zelle/dpa

HOYA. Zuerst Karte und Popcorn kaufen, danach seinen Platz im Saal suchen. Als nächstes Werbung gucken und dann den Film. Wenn der Abspann kommt, gehen wir wieder raus. So läuft es im Kino, ist ja klar. Aber was passiert hinter den Kulissen? Das kann Elke Brümmer erklären. Sie hat ein Kino in der kleinen Stadt Hoya im Bundesland Niedersachsen. Wenn Elke Brümmer vor der Vorstellung in ihr Kino kommt, schaltet sie zuerst die Vorführmaschinen an. Die brummen ganz schön laut. „Wie Riesen-Computer brauchen die ein paar Minuten, bis sie hochgefahren sind.“ Dann macht sie die Kasse an. Sie prüft auch, ob an der Theke alle Leckereien wie das Popcorn an ihrem Platz stehen.

Die Filme und die Werbung gelangen über die Vorführmaschinen auf die Leinwand. Das funktioniert wie mit einem Computer: Alles ist auf einer Festplatte gespeichert. Wenn Elke Brümmer einen Film ausgewählt hat und auf abspielen klickt, ist der auf der großen Leinwand im Saal zu sehen und nicht auf einem kleinen Computer-Monitor.

Und wer entscheidet, welche Filme laufen? Für ihr Kino in Hoya entscheidet das Elke Brümmer. Dazu verschafft sie sich erst mal einen Überblick, welche Filme es geben wird. Kinobetreiber wie Elke Brümmer können sich zum Beispiel Vorschauen im Internet ansehen. Dann überlegt sie, welche Filme ihren Zuschauern wohl gut gefallen würden.

Die Kinos leihen sich die Filme für eine bestimmte Zeit gegen Geld aus. Wenn sie sich für einen Film entschieden hat, muss Elke Brümmer also beim Verleih fragen, ob sie den Film in ihrem Kino zeigen darf. Von manchen Filmen gibt es gerade zum Start aber noch nicht so viele Kopien. „Die werden dann erst in den großen Städten mit den großen Kinos gezeigt und kommen dann ein paar Wochen später auch bei uns“, sagt Elke Brümmer. Von manchen Filmen wie „Star Wars“ gibt es schon zu Beginn so viele Kopien, dass sie in jedem Kino von Anfang an gezeigt werden können.

Die Verleih-Firma bestimmt noch weitere Regeln. Ein Film darf nur in einem bestimmten Zeitraum gespielt werden: keinen Tag früher und auch keinen Tag länger. Mit den Verleih-Firmen muss das Kino auch verhandeln, um welche Uhrzeit ein Film gezeigt wird und in welchem Saal er laufen soll, erklärt Felix Bruder. Er arbeitet für einen Verband, der sich für die Interessen der Kinos einsetzt. Der Verleih kann oft auch festlegen, welche Werbung laufen muss. Das gilt auch dafür, welche Vorschauen auf andere Filme gezeigt werden.

Und was macht Elke Brümmer während einer Vorstellung? Manchmal setzt sie sich in den Saal und schaut die Filme an. Aber vor allem sorgt sie dafür, dass für die nächsten Zuschauer alles da ist. „Wir machen während der Vorstellung neues Popcorn.“ Zudem sie gut auf: Wenn der Abspann läuft, muss sie die Tür zum Kinosaal aufmachen. Sind dann alle Zuschauer weg, geht es für Elke Brümmer ans Aufräumen.

In Nürtingen nimmt das Traumpalast-Kino am 8. Juli wieder den Betrieb auf.

Paulas Nachrichten

Goldbraune Super-Wanderin

Im Sommer kann man sie bei ihren waghalsigen Flugmanövern beobachten: die Libellen. Seit Kurzem mischt sich eine Libellenart darunter, die eigentlich nicht hierher gehört: die Wanderlibelle. Fachleute haben sie zur „Libelle des Jahres 2021“ gewählt.

Wer bist denn du?…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten