Paulas Nachrichten

Warum wurde ein Städtchen Hauptstadt?

22.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wenn vor dreißig oder vierzig Jahren gefragt wurde: Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland? Dann war die richtige Antwort „Bonn“.

Als die Bundesrepublik Deutschland 1949 gegründet wurde, machte man die kleine Stadt am Rhein zur Hauptstadt. Aber warum gerade Bonn? Und nicht etwa die große Stadt Frankfurt am Main, die damals auch manche Leute vorgeschlagen hatten? Dafür gab es verschiedene Gründe.

Ein wichtiger Politiker hatte sich damals für Bonn stark gemacht. Er hieß Konrad Adenauer, wohnte in der Nähe von Bonn und wurde der erste Kanzler der Bundesrepublik.

Ein Grund war auch, dass der Parlamentarische Rat gut in Bonn gearbeitet hatte. Das war eine Art Volksvertretung. Außerdem hofften die Menschen damals, dass Deutschland nicht lange in zwei Staaten geteilt sein würde.

Im vereinten Deutschland sollte Berlin wieder Hauptstadt werden. Bonn war nur als Übergangslösung gedacht. Das sollte mit der Wahl dieser eher kleinen, gemütlichen Stadt auch deutlich werden.

Rund 40 Jahre später gab es wieder Wirbel um die Hauptstadt-Frage. 1990 wurde das geteilte Deutschland wieder eins. Nun wollten viele Berlin wieder als Hauptstadt haben – und so kam es schließlich auch.

Das Archivbild vom 20. November 1980 zeigt einen Blick in den Deutschen Bundestag in Bonn während der Regierungserklärung von Bundeskanzler Helmut Schmidt. Als die Bundesrepublik Deutschland 1949 gegründet wurde, machte man die kleine Stadt Bonn am Rhein zur Hauptstadt. Foto: Heinz Wieseler

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