Paulas Nachrichten

Warum Trickfiguren so menschlich wirken

23.01.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit Hilfe der Motion-Capture-Technik bewegen sich gezeichnete Wesen ganz natürlich

Wie Jörg Maier-Rothe sich bewegt, so bewegt sich später eine Trickfilmfigur. Foto: dpa

In Trickfilmen oder Computerspielen bewegen sich Figuren oft so, als wären sie Menschen. Das klappt mit einer besonderen Technik: Experten nehmen die Bewegungen echter Menschen mit Kameras auf und übertragen sie auf die Figuren am Computer.

Jörg Maier-Rothe steckt in einem engen, schwarzen Anzug. An dem Anzug haften an vielen Stellen weiße Bällchen. Der Raum, in dem Jörg Maier-Rothe steht, ist groß und dunkel. Auf dem Boden sieht man einen gelben Kreis. Zwölf Spezialkameras sind auf ihn gerichtet. Plötzlich hüpft Jörg los, wackelt auf einem Bein, dreht sich und tanzt.

Was der Mann da treibt? Jörg ist Wissenschaftler an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Dort arbeitet er mit einer besonderen Technik: Motion Capture (sprich: „mouschen käptscha“). Das ist Englisch und bedeutet so viel wie Bewegungs-Erfassung. Experten kürzen den Begriff ab. Sie sagen MoCap dazu (sprich: „Mokäp“).

Mit dieser Technik ist es möglich, die Bewegungen echter Menschen aufzunehmen, um sie dann auf Trickfiguren zu übertragen.

Das mit dem MoCap klappt so: Die zwölf Kameras rund um Jörg senden ein besonderes Licht aus. Es heißt Infrarotlicht. Wir Menschen können es nicht sehen. Dieses Licht strahlt auf die weißen Bälle an seinem Anzug. Die Bälle werfen das Licht zurück, und genau das zeichnen die Kameras dann auf.

Der gelbe Kreis markiert den Bereich, den die Kameras erfassen. Nur was sich darin bewegt, nehmen sie auf. Auf einem großen Bildschirm kann Jörg die Punkte sehen, die die Kameras filmen. Dort sehen seine Bewegungen wie eine große Punktewolke aus. „Beim Motion-Capture-Verfahren sind eine gute Vorbereitung und viel Nachbearbeitung erforderlich“, sagt Jörg. Denn diese Punktewolke muss nun mit einer Computerfigur zusammengebracht werden.

Das kann zum Beispiel eine gezeichnete Menschenfigur sein, mit Haaren, Kleidung und einem richtigen Gesicht. Es kann sich aber auch um einen Roboter handeln.

So ist es hier. Vor einem kleinen Bildschirm sitzt ein anderer Experte. Der verknüpft in einem speziellen Computerprogramm die Punktewolke mit dem Roboter – und schon tanzt der genau wie Jörg. Fällt er hin, stürzt auch der Roboter auf dem Bildschirm. Doch manches ist kniffelig: Soll Jörg zum Beispiel eine Blume vom Boden pflücken, muss er sich diese vorstellen – schließlich gibt es in dem Studio keine Pflanzen. Die Blume wird später hinzugezeichnet.

Bevor Jörg also mit MoCap Bewegungen aufzeichnet, überlegt er sich genau, was er tun muss. Oft übt er die Bewegungen sogar, damit nachher alles echt aussieht. (dpa)

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