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Warum sind wir manchmal faul?

15.10.2020 05:30, Von Sarah Maria Ziewitz — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Einmal einfach nichts tun ist für uns wichtig und kann auch sehr viel Spaß machen

Manchmal will man einfach nur in der Sonne liegen. Oder ganz in Ruhe spielen. Faulsein kann richtig Spaß machen! Trotzdem wird dann ab und zu von den Eltern gemeckert. Dabei ist das Faulenzen richtig wichtig für uns.

Die sechsjährige Martha liegt auf einem Plüsch-Pony. Manchmal will man einfach nur entspannen.  Foto: Sarah Maria Ziewitz
Die sechsjährige Martha liegt auf einem Plüsch-Pony. Manchmal will man einfach nur entspannen. Foto: Sarah Maria Ziewitz

„Ich bin faul, wenn ich aufräumen soll“, sagt die neunjährige Marlene. So geht es auch ihrer jüngeren Schwester Martha. Beide finden, man könnte in der Zeit etwas viel Schöneres machen, Spielen zum Beispiel. Aber zugegeben: Ein schlechtes Gewissen hat Marlene dabei schon. Ihre Eltern finden es nämlich nicht so toll, wenn die beiden Schwestern faul sind.

Seltsam: Faulsein fühlt sich einerseits richtig gut an. Andererseits macht es ein schlechtes Gewissen und wird von den meisten Menschen als eine schlechte Eigenschaft angesehen.

Der Experte Oliver Dierssen erklärt, warum wir in manchen Situationen faul sind: „Wir müssen jeden Tag Leistungen erbringen, in der Schule oder auf Arbeit. Da braucht der Körper auch mal Erholungspausen. Und die holt er sich, indem wir faul sind.“

Wenn wir faul sind, kann sich unser Körper gut erholen

Aha! Das bedeutet also, wenn wir faul sind, erholt sich unser Körper. Wenn der Körper lange keine Entspannungspausen bekommt, kann er sogar Krankheiten und Schmerzen entwickeln, sagt Oliver Dierssen. Wenn es uns also nicht gut geht, sollten wir uns ausruhen. So bekommt unser Körper seine Entspannung.

Da spielt auch unser innerer Schweinehund eine Rolle. Das ist kein echtes Tier. Damit ist gemeint: Jeder Mensch hat in sich etwas, was ihn manchmal davon abhält, Sachen zu tun, auf die er vielleicht keine Lust hat.

Und das obwohl er weiß: Die Sachen zu erledigen wäre sinnvoll. Diesen Schweinehund muss man nicht immer überwinden: „Der sorgt dafür, dass der Mensch sich erholt, dass er Zeit für etwas Schönes hat, sich mal langweilt und Ideen findet. Zum Beispiel, was man mal basteln könnte“, erklärt der Experte.

Der innere Schweinehund ist aber nicht alleine. Er hat einen Gegenpart: das schlechte Gewissen. Die beiden streiten sich die ganze Zeit. Der innere Schweinehund will für Entspannung sorgen, und das schlechte Gewissen will, dass du deine Aufgaben erledigst. Oliver Dierssen erklärt, dass die beiden sich abwechseln müssen. So gibt es ein Gleichgewicht zwischen Anstrengung und Entspannung.

Übrigens sind Erwachsene auch manchmal faul. Kinder haben aber mehr Grund faul zu sein, sagt Oliver Dierssen. Sie lernen jeden Tag in der Schule etwas Neues. Zum Lernen braucht man sehr viel Kraft und Energie. „Das sieht man auch im Gehirn von Kindern und Jugendlichen. Da bilden sich ununterbrochen neue Nervenverbindungen“, erklärt Oliver Dierssen. Da haben Marlene und Martha also eine super Ausrede, wenn sie mal wieder aufräumen sollen.

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