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Warum sind Igelpäppler und Tierheime so wichtig?

02.10.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

SCHLAITDORF. Igelpäppler wie Ruth Hiemer und Waltraud Hoyer sind für Igel beinahe unverzichtbar. „Das Insektensterben ist ein großes Problem. Viele Igel sind nämlich Insektenfresser. Sie ernähren sich überwiegend von Käfern. Wenn es die nicht mehr gibt, dann steigen sie auf Schnecken und Würmer um. Das ist nur in geringen Mengen gut, da diese Parasiten übertragen. Das Ergebnis: der Igel wird krank“, berichtet Waltraud Hoyer.

Auch in diesem Jahr brauchen viele Igel Hilfe. Es werden besonders Plätze für den Winterschlaf der Igel gesucht. Denn manche können nicht mehr rechtzeitig ausgewildert werden. Sehr gut für die Überwinterung der Igel ist beispielsweise ein einfacher Holzschuppen.

„Wir suchen dringend Igelfreunde, die die Vierbeiner im Winterschlaf betreuen. Gerne können sie sich bei einem Tierheim in der Nähe melden, wenn sie helfen wollen“, sagt Waltraud Hoyer.

Um Igeln zu helfen, muss man aber nicht unbedingt einen bei sich aufnehmen. „Einfach mal einen Laubhaufen bei sich liegen lassen ist schon viel wert. Da können die Igel sich verstecken und ihren Winterschlaf halten. Außerdem halten sich dort auch Insekten auf, das ist der perfekte Lebensraum für einen Igel“, berichten die beiden Frauen.

Eine große Gefahr für die Igel sind Rasenmäher, insbesondere Mähroboter. Die kleinen Vierbeiner sind nachts aktiv. Deshalb sollte man den Mähroboter nur tagsüber mähen lassen.

Denn in der Natur bleibt ein Igel einfach sitzen und läuft nicht weg, wenn sich etwas Bedrohliches nähert. In diesem Falle wäre das kein für den Igel gefährliches Tier, sondern eben der Mähroboter. In den meisten Fällen stirbt der Igel nach einem Zusammentreffen mit so einem an den Verletzungen.

Deshalb sollte man lieber den Rasen tagsüber mähen und lieber mal nachschauen, ob sich nicht irgendwo ein kleiner Igel versteckt hat. glo

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