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„Warum nicht auch mal eine Katze als Haustier?“ Der Schauspieler Ulrich Noethen spielt die Rolle des Pettersson – Im Interview verrät er, welches seine Lieblingsszene ist und was er selbst gern erfunden hätte

08.03.2014, Von Markus Brinkmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am 13. März kommt der Film „Pettersson und Findus“ in die Kinos. Ulrich Noethen spielt den Erfinder Pettersson. Der Schauspieler erzählt, was er selbst gern erfunden hätte.

Herr Noethen, sollten Kinder öfter ins Kino gehen?

(Lacht) Selbstverständlich! Groß gedruckt mit drei Ausrufezeichen.

Wie können Kinder ihre Eltern überreden, dass sie öfter ins Kino dürfen?

Das ist einfach. Man muss den Eltern sagen: Das ist auch für meine geistige und seelische Entwicklung ganz wichtig.

Im neuen Film „Pettersson und Findus – kleiner Quälgeist, große Freundschaft“ spielen Sie den Pettersson. Kannten Sie die Bücher?

Ja. Deshalb habe ich auch sofort zugesagt, als ich gefragt wurde, ob ich die Rolle des Pettersson übernehmen möchte. Ich mag diesen etwas schrulligen, alten Mann, der auf seinem Hof so vor sich hin bastelt und sich um seine Hühner kümmert, dort Gemüse anbaut und immer wieder etwas erfindet. Er lebt in einer gewissen Einsamkeit. Trotzdem lässt er sich mit großer Freude auf die Abenteuer mit Findus ein. Ich bin begeistert von der Art, wie Pettersson mit Findus die Welt entdeckt. Und ich mag die wichtigen Tätigkeiten wie zum Beispiel Pfannkuchentorte backen oder ein Feuerwerk entzünden. Pettersson lässt sich ja auch mit einem großen kindlichen Spielwillen darauf ein. Diesen Menschen finde ich einfach toll.

Da sind wir schon beim Thema: Pettersson ist Erfinder. Was hätten Sie selbst gern erfunden, um sich das Leben leichter zu machen?

Ich würde gern etwas erfinden, mit dem man Sachen verkleinern kann. Wenn ich eine Kamera zum Spazieren mitnehme mit einem riesigen Objektiv, dann geht mir das schon auf die Nerven. Wenn die Kamera aber so klein wäre wie eine Streichholzschachtel, aber genauso viel könnte wie eine große, dann fände ich das prima.

Wie könnte das funktionieren?

Ich stell’ mir das dann so vor: Es gibt einen kleinen Knopf, auf den man draufdrückt, und die Kamera ist wieder in Originalgröße. Nachdem man die Bilder gemacht hat, drückt man wieder auf den Knopf. Dann wird die Kamera klein und in die Tasche gesteckt.

Mussten Sie bei so vielen Erfindungen extra etwas lernen? (Überlegt kurz) Ja, ich musste lernen, wie es ist, mit einem Vollbart zu leben. Denn der ist nicht angeklebt, ich habe ihn mir wachsen lassen. Das hatten Sie vorher noch nie gemacht?

Nein, in diesem Ausmaß nicht.

Haben Sie eine Lieblingsszene im Film?

Ich mag die Episode mit der Pfannkuchentorte sehr gern.

Was ist so besonders daran?

Für die Torte brauchen Pettersson und Findus Mehl. Das muss allerdings erst besorgt werden. Um das Mehl besorgen zu können, braucht man das Fahrrad. Das Fahrrad hat jedoch einen Platten. Dieser Platten muss geflickt werden. Dazu muss Pettersson in den Schuppen. Doch der Schuppen ist abgeschlossen, und man braucht einen Schlüssel. Der Schlüssel liegt im Brunnen. Und um den Schlüssel aus dem Brunnen herauszubekommen, braucht man die Angel. Diese Folge von Aufgaben, die erst alle abgearbeitet werden müssen, finde ich wunderbar.

Bei den Geschichten von Pettersson und Findus geht es auch um Freundschaft. Was bedeutet Ihnen Freundschaft?

Freundschaft ist sehr wichtig. Man braucht doch jemanden, der einem zur Seite steht.

Haben Sie einen Freund, der so wie Findus für Pettersson ist?

Nein. Ich glaube auch, dass zwischen Pettersson und Findus ein anderes Verhältnis besteht. Der Film heißt zwar „Kleiner Quälgeist, große Freundschaft“. Aber ich übernehme eher die Vaterfigur. Findus ist eher das Kind. Es handelt sich also mehr um die Beziehung zwischen Vater und Sohn.

Der Kater Findus wurde mit dem Computer erst später in den fertigen Film montiert. Wie spielt man solche Situationen als Schauspieler?

Es gab eine Kollegin, die während der Dreharbeiten die Findus-Sätze für mich gesprochen hat. So konnte ich wenigstens hören, was Findus sagt. Und ich wusste, was ich als Nächstes sagen muss. Als Schauspieler reagiert man nämlich auf das, was vom anderen kommt. Weil der Kater aber erst nachträglich reinmontiert wurde, konnte ich nicht sehen, wie er reagiert. Dank der Kollegin hatte ich wenigstens einen Anhaltspunkt, damit ich durch die Dialoge durchgekommen bin.

Also ist das schwierig?

Alles, was ich hatte, waren Blickpunkte. Der Regisseur hatte ungefähr festgelegt, wo Findus später durch den Raum laufen wird. Das konnte ich mir dann vorstellen. Allerdings muss ich Findus ja anschauen, wenn ich mit ihm spreche, also muss die Blickrichtung immer stimmen.

Hatten Sie selbst einmal eine Katze?

Noch nie. Als ich klein war, hatten wir einen Hund. Und jetzt habe ich auch einen Hund.

Hätten Sie denn gerne ein Katze?

Warum nicht auch mal eine Katze? Katzen haben einen ganz anderen Charakter.

Sollte die dann so sein wie Findus

Ich glaube, Katzen sind auf eine andere Art neugierig, als es Findus ist. Es scheint immer so zu sein, dass die Katze der Herr im Haus ist. Sie kümmert sich nicht so sehr um ihr Herrchen. Hauptsache, der Futternapf ist immer voll.

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