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Warum Lokführer streiken und Züge nicht rollen

11.08.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bis Freitag brauchen Bahnfahrer gute Nerven. Denn viele Züge werden stillstehen. Viele Lokführer wollen nämlich streiken. Sie fordern jetzt mehr Lohn für ihre Arbeit.

Wer in den nächsten Tagen Fahrten mit dem Zug geplant hat, muss sich eventuell auf einige Probleme einstellen. Viele Züge werden nicht wie geplant fahren. Denn Lokführer bei der Deutschen Bahn wollen nicht arbeiten. Sie streiken. Das liegt an einem Streit.

Wer streitet sich?

Auf der einen Seite des Streits steht die Deutsche Bahn. Das Unternehmen ist unter anderem für große Teile des Zugverkehrs in Deutschland verantwortlich. Die andere Seite ist die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, kurz: GDL. Gewerkschaften vertreten Mitarbeiter bestimmter Berufe und setzen sich für ihre Rechte ein. Die GDL vertritt vor allem Lokführer, aber etwa auch Zugbegleiter.

Worum geht es bei dem Streit?

Die GDL will, dass ihre Mitglieder von der Deutschen Bahn mehr Gehalt bekommen. Zusätzlich sollen sie einmalig jeweils einen bestimmten Geldbetrag erhalten. Die Deutsche Bahn findet die Forderungen zu hoch. Sie sagt: „Das können wir uns nicht leisten. Wegen Corona fuhren weniger Menschen Bahn, deswegen haben wir weniger verdient“. Zudem hätten Unwetter in einigen Bundesländern Strecken beschädigt. Es koste viel Geld, das wieder aufzubauen.

Was passiert nun?

Weil es keine Einigung gibt, haben Mitglieder der GDL abgestimmt. Die meisten von ihnen wollen streiken, um ihre Forderungen durchzusetzen. Die Gewerkschaft rief ihre Mitglieder deswegen am Dienstag schon für denselben Abend zum Streik bei der Deutschen Bahn auf. Erst im Güterverkehr, ab Mittwoch wird dann auch im Personenverkehr 48 Stunden lang bis Freitag gestreikt.

Was bedeutet ein Streik?

Arbeitnehmer legen die Arbeit nieder. Auf diese Weise wollen sie den Arbeitgeber unter Druck setzen und ihre Forderungen durchsetzen. Streiken darf man nicht allein. Es muss organisiert sein. In der Regel kümmern sich darum Gewerkschaften. Gestreikt werden darf nur, wenn genügend Mitglieder der Gewerkschaft zugestimmt haben.

Was bedeutet der Streik nun für Fahrgäste?

Wer wegen eines Streiks bei der Bahn nicht pünktlich ans Ziel kommt, kann einen Teil des Preises für die Fahrkarte zurückbekommen. Die Höhe der Summe kommt auf die Zeit der Verspätung an. Es ist sogar möglich, den kompletten Fahrpreis zurückzubekommen. dpa

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