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Warum haben wir einen Bauchnabel?

01.08.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jeder Bauchnabel ist eine Narbe und sieht bei jedem ein wenig anders aus

Der Bauchnabel zeigt, wie wir vor unserer Geburt gelebt haben. Von dieser Stelle aus führt die Nabelschnur vom Ungeborenen zu seiner Mutter. Darüber wurdest auch du im Bauch deiner Mama versorgt.

Zu sehen sind der Bauchnabel eines Erwachsenen und der eines Kindes. Jeder Nabel sieht anders aus. Der Bauchnabel kann rund oder auch länglich sein. Mal wölbt er sich nach innen, mal nach außen.  Foto: Maria Berentzen/dpa
Zu sehen sind der Bauchnabel eines Erwachsenen und der eines Kindes. Jeder Nabel sieht anders aus. Der Bauchnabel kann rund oder auch länglich sein. Mal wölbt er sich nach innen, mal nach außen. Foto: Maria Berentzen/dpa

GÖTTINGEN (dpa). Er ist rund und sieht oft ein bisschen lustig aus: Jeder Mensch hat einen Bauchnabel. Wieso eigentlich? Das hängt mit der Nabelschnur zusammen. Wenn ein Baby im Bauch der Mutter heranwächst, ist es über die Nabelschnur fest mit ihr verbunden. „Der Bauchnabel ist der Punkt am Bauch, vom dem aus die Nabelschnur zu der Mutter führte“, erklärt die Ärztin Tanja Brunnert.

Wie eine Versorgungsleitung in beide Richtungen

Die Nabelschnur hat eine enorm wichtige Aufgabe. Das ungeborene Baby bekommt darüber im Bauch alles, was es braucht. Die Nabelschnur funktioniert wie eine Leitung. Darüber erhält das Baby zum Beispiel Sauerstoff und andere wichtige Stoffe. „So kann es gut wachsen und sich entwickeln“, sagt die Ärztin.

Das Baby wird sogar über die Geburt hinaus versorgt. Über die Nabelschnur bekommt es zum Beispiel Abwehrstoffe gegen Krankheiten, die seine Mutter bereits hatte. So kann sich das Baby in den ersten Monaten nicht so schnell mit manchen Krankheiten anstecken.

Die Nabelschnur funktioniert aber auch in die andere Richtung. Das Ungeborene wird im Mutterleib darüber nicht nur versorgt, sondern die Nabelschnur transportiert auch alles ab, was es nicht mehr braucht. „Das ist nach der Geburt eigentlich gar nicht so anders“, sagt Tanja Brunnert: „Die Eltern machen das Essen und danach wird der Tisch wieder abgeräumt.“

Die Nabelschnur ist übrigens ziemlich lang und beweglich. Das ist wichtig, weil das Baby im Bauch manchmal ganz schön wild tobt und mit der Nabelschnur spielt. So bekommt diese und auch die Blutgefäße im Innern keinen Knick.

Das Durchschneiden der Nabelschnur nach der Geburt tut nicht weh

Wenn ein Kind geboren wird, hängt die Nabelschnur zunächst noch an ihm. Sie wird dann abgeschnürt und durchgeschnitten. Das tut dem Neugeborenen nicht weh. Das ist ungefähr so, als würde man die Fingernägel oder die Haare schneiden. Der Säugling braucht die Nabelschnur nach der Geburt nicht mehr, weil er nun selbst atmen und trinken kann.

Am Bauch des Babys bleibt von der Nabelschnur ein kleiner Stummel zurück. Er fällt meistens nach einigen Tagen von selbst ab. An dieser Stelle haben Menschen dann einen Bauchnabel. Der Bauchnabel ist also die Narbe, die von der Nabelschnur bleibt.

Kein Nabel gleicht dem anderen

Bei manchen Menschen ist er rund, bei anderen länglich. Mal wölbt sich nach innen, mal nach außen. Bauchnabel können ganz unterschiedlich aussehen.

Das hängt von verschiedenen Dingen ab, zum Beispiel wie gut die Stelle nach der Geburt des Babys verheilt. Außerdem spielt es eine Rolle, wie die Nabelschnur ausgesehen hat. „Sie kann so dünn wie ein Buntstift sein oder auch so dick wie der Daumen bei einem Erwachsenen“, sagt eine Kinderärztin.

Sie erklärt außerdem: Viele Dinge an unserem Körper sehen doch unterschiedlich aus. Es gibt große und kleine Nasen, lange und kurze Füße, dicke und dünne Haare. Dadurch sehen wir alle etwas anders aus.

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