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Warum Eltern manchmal nerven

24.04.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kommissar Kugelblitz, das Raubschaf Rita oder Baldinis Geheimnisse – selbst die spannendsten Bücher können nerven, wenn man sie lesen SOLL. Aber viele Eltern machen sich um das Lesen manchmal Sorgen. Denn immer wieder wird ihnen gesagt, dass Lesen etwa das Zweitwichtigste ist im Leben. Lesen, meinen Fachleute, ist der Eingang in das Reich der Bildung. So eine Art Schlüssel zum Glück. Darum reagieren Eltern oft auch ein bisschen uncool, wenn es ums Lesen geht.

Ich bin manchmal auch so eine Mutter. Wenn ich zum Beispiel merke: Ein anderes Kind, das genauso alt ist wie meine Tochter Pauline, kann vielleicht schon etwas besser lesen als sie. Pauline ist sieben. Unter uns Müttern entbrennt manchmal sogar ein richtig blöder Wettbewerb deswegen. Da geht es darum, wessen Kind schon Bücher der Lesestufe zwei oder drei lesen kann. Obwohl wir Mütter natürlich eigentlich wissen müssten, dass alle Kinder unterschiedlich sind. Und dass nicht jedes Kind alles gleich schnell können kann wie ein anderes. Für unsere Kinder bleibt dann der Spaß oft auf der Strecke. Und der Spaß sollte doch das Erstwichtigste im Leben sein.

Von einem Fachmann wollte ich wissen, warum das Lesen nun wirklich so fürchterlich wichtig ist. „Ist es doch gar nicht“, sagte er seltsamerweise. „Alles, was ich als Kind will, bekomme ich doch zunächst auch, ohne lesen zu können. Ich kann spielen, toben, Eis essen – wozu also lesen?“ Ungeheuerlich, fand ich. Aber irgendwie hatte er natürlich recht. „Lesen Sie denn selbst eigentlich viel?“, fragte er mich. Darauf konnte ich auch nicht sofort mit „Ja“ antworten. Meistens komme ich erst dazu, wenn Pauline bereits im Bett ist.

Noch an dem Abend schnappte ich mir ein Buch. Es dauerte genau 34 Sekunden, da saß Pauline neben mir. „Was liest du da?“, fragte sie. Ich erzählte es ihr. „Kannst du bitte laut weiterlesen?“, bat sie mich. Zusammen macht es manchmal dann doch mehr Spaß.

Am nächsten Tag besorgte ich mit Pauline zusammen Erstlesebücher über Themen, die sie besonders interessieren: Freundschaften, Pferde, Geheimnisse. Pauline kuschelt sich jetzt öfter mal mit einem Buch aufs Sofa oder liest gemeinsam mit ihrer Freundin. Wann, wo und ob sie sie liest, entscheidet sie selbst – Hauptsache es bringt Spaß und keiner nervt.

Selbst die spannendsten Bücher können nerven, wenn man sie lesen SOLL. Foto: privat

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