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Warum Dünen auf Wanderschaft gehen

27.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Es war einmal eine große Stadt am Meer. Dort lebten Hunderttausende Menschen – so lange, bis ihre Stadt im Wüstensand verschwand. Vielleicht wird so eine Geschichte irgendwann über Nouakchott erzählt. So heißt die Hauptstadt von Mauretanien im Nordwesten Afrikas. „Mauretaniens Hauptstadt ist sehr bedroht, denn aus der Wüste kommt unablässig unendlich viel Sand“, sagt der Dünen-Experte Hans-Jürgen Herrmann aus Zürich in der Schweiz. Warum? Am Stadtrand haben sich Wanderdünen aus der riesigen Wüste Sahara zu mächtigen Sandbergen aufgetürmt. Und die dringen langsam aber sicher in die Stadt vor.

Schuld daran, dass die Sanddünen wandern, ist der Wind. Er weht in der Gegend meist aus einer Richtung und schleppt dabei ständig Wüstensand heran. Das funktioniert so: Der Wind hebt winzige Sandkörner in die Luft. Die fliegen ein Stück und fallen wieder auf den Boden, erklärt der Forscher Karl Stattegger. Beim Aufprall knallen sie auf andere Sandkörner. Die springen dadurch auch hoch und hüpfen ein Stückchen weiter. Das ist ein bisschen wie beim Domino. Mit einem großen Unterschied zum Domino, sagt Karl Stattegger: „Die Körner fallen nicht um, sondern bewegen sich weiter. Also eher wie beim Billard- oder Murmelspiel, wo die angestoßenen Kugeln weiter rollen.“

Fallen die Sandkörner auf einen Haufen, weil sie vielleicht an einem größeren Stein oder Busch hängen bleiben, wird aus dem kleinen Sandhaufen eine immer größere Düne. Meist werden Dünen von alleine fest: durch Pflanzen, die im Sand wachsen und ihn mit den Wurzeln festhalten. Manchmal aber werden Dünen zu Wanderdünen. Dann muss der Mensch nachhelfen, um sie aufzuhalten. Zuerst stecken die Leute oft Zäune oder Zweige als Hindernis in den Dünensand. Die „fangen“ so den Sand. Und später wird die Düne bepflanzt. So wird es zum Beispiel bei uns an der Nordsee gemacht. Denn gerade am Meer ist es wichtig, dass die Dünen an Ort und Stelle bleiben, sagt der Experte Stattegger. Sie schützen nämlich die Küste vor Hochwasser.

Ein Volkswagen Race Touareg 2 fährt in der Wüste an einer Sanddüne vorbei während einer Etappe der Rallye Dakar in Mauretanien von Atar nach Tichit. Foto: Volkswagen Motorsport

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