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War er verrückt? Der Dichter Friedrich Hölderlin

14.03.2020 05:30, Von Stefanie Paul, dpa — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In seiner Zeit wurden Menschen manchmal für verrückt erklärt, nur weil sie anders waren

Viele Schülerinnen und Schüler seufzen, wenn sie seine Gedichte lesen müssen. Denn die Texte sind oft nicht leicht zu verstehen. Trotzdem gehört Friedrich Hölderlin zu den berühmtesten Dichtern Deutschlands. Geboren wurde er vor 250 Jahren.

Paula besucht die Hölderlin-Statue in Nürtingen. Sie steht dort an der Steinach. Foto: NZ Archiv
Paula besucht die Hölderlin-Statue in Nürtingen. Sie steht dort an der Steinach. Foto: NZ Archiv

Er gilt als schwierig. Als ein Schriftsteller, dessen Texte nur Deutsch-Experten oder Sprachforscher lesen. „Das liegt vielleicht daran, dass Friedrich Hölderlin viele Gedichte geschrieben hat, die man nicht sofort versteht“, sagt Sandra Potsch. Sie arbeitet in Tübingen, einer Stadt hier in Baden-Württemberg. Dort verbrachte der Dichter viele Jahre seines Lebens, und zwar in einem Turm. Heute ist dort ein Museum untergebracht, das sich mit dem Leben des Dichters beschäftigt.

Friedrich Hölderlin zählt zu den berühmtesten und wichtigsten Dichtern der deutschen Geschichte. Es heißt aber auch, er sei verrückt gewesen. Aber mal von vorn.

Geboren wurde Friedrich Hölderlin vor 250 Jahren. Eigentlich sollte er Pfarrer werden. Das war zumindest der Plan seiner Mutter. Diese legte auf Bildung großen Wert und schickte den Sohn auf eine Klosterschule. Das Leben dort war streng, es gab viele Vorschriften, und Friedrich Hölderlin war oft einsam. Damals merkte er: Pfarrer ist nichts für mich!

Viel lieber wollte er als Schriftsteller arbeiten. „Aber allein von der Schriftstellerei konnte man damals nicht leben. Deshalb gab es für ihn nur eine Möglichkeit: Er brauchte einen Job“, erzählt Sandra Potsch. Deshalb arbeitete Friedrich Hölderlin als Hauslehrer in verschiedenen Familien. Er zog etliche Male um, wechselte die Stadt, manchmal sogar das Land, blieb oft nur einige Monate dort. Und er kehrte immer wieder in seine Heimatstadt zurück. „Er schien nirgendwo richtig anzukommen“, sagt die Expertin.

Die zweite Hälfte seines Lebens verbrachte Friedrich Hölderlin dann aber an einem Ort: Tübingen. 1806 wurde er dort in eine Klinik eingewiesen. Es hieß, er sei wahnsinnig. „Ob er das wirklich war, wissen wir heute nicht“, sagt Sandra Potsch. Zur Zeit von Friedrich Hölderlin wurden Menschen manchmal für verrückt erklärt, nur weil sie ein wenig anders waren. Manche Forscher glauben, er sei in der Klinik falsch behandelt worden. Nur dadurch sei er überhaupt krank geworden.

Nach mehreren Monaten in der Klinik wurde der Dichter entlassen und von Ernst Zimmer und dessen Familie aufgenommen. Eigentlich war Ernst Zimmer Schreiner von Beruf. „Aber er war sehr belesen, er kannte Hölderlins Roman ,Hyperion‘ und hat den Dichter auch in der Klinik besucht“, sagt die Expertin. Den Rest seines Lebens verbrachte Friedrich Hölderlin dort bei der Familie. Er hatte ein kleines Zimmer im Turm des Hauses, mit einer super Aussicht. Er bekam oft Besuch und ging stundenlang am Fluss auf und ab.

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