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Von wegen altmodisch! So macht Sticken Spaß

08.04.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

phd thesis in computer assisted language learning. Terrified by the only thought of writing your essay? Don't frustrate yourself by staring at a blank sheet of paper and waiting for Eine gelbe Eule, eine grüne und eine blaue sitzen nebeneinander – aber nicht in echt, sondern auf einem selbst gestickten Bild. Sticken? Voll uncool? Nein – eine Handarbeits-Expertin erklärt, wie man Sticken leicht lernen kann.

Sticken ist nur was für Omas? Von wegen! Jan zum Beispiel ist acht Jahre alt und stickt richtig gerne. Gerade ist er dabei, mit grünem Garn eine Tanne zu sticken und als Nächstes kommt ein komplettes Fachwerkhaus dran. Seine Mitschülerin Shida hat schon ein ganzes Bild fertig – „schwarze Marienkäfer mit roten Punkten und rote Marienkäfer mit schwarzen Punkten“, sagt die Siebenjährige.

Das Tolle: Schon als Anfänger kann man Tiere, Häuser oder Muster sticken. „Dafür gibt es Stickkarten, auf denen die Motive schon vorgezeichnet sind“, erklärt Petra Meyer. Die Muster stickt man dann nach – zum Beispiel direkt auf dem Karton. Die 57 Jahre alte Petra Meyer arbeitet als Lehrerin an einer Grundschule in Nordrhein-Westfalen und ist eine echte Stick-Expertin.

Später kann man dann auch auf anderen Stoffen sticken, etwa auf Baumwolle, und Lesezeichen oder andere tolle Sachen herstellen. Wenn du Lust hast, kannst du auch T-Shirts oder Taschen und Beutel mit deinen Stichen verzieren. Aber: „Je größer die Löcher bei einem Stoff, desto einfacher ist es“, sagt die Fachfrau. Weil man besser erkennen und abzählen kann, in welches Loch man stechen muss. Deswegen fängst du am besten mit den Stickkarten an.

Zudem braucht man nur noch Sticknadeln, Stickgarn in verschiedenen Farben und eine Schere. Bei den Nadeln solltest du auf eins achten: „Die Öse sollte nicht ganz so winzig sein“, sagt Petra Meyer. Denn sonst kriegst du Probleme, wenn du das Garn einfädeln willst. Und denk daran, dass du einen Knoten ins Fadenende machst – sonst rutscht dir der Faden durch das Loch und du musst wieder von vorne anfangen.

Deine gestickten Bilder kannst du zum Schluss in einen schönen Rahmen stecken und aufhängen. Am besten nimmt man einen Rahmen ohne Glas – denn sonst spiegelt es und das Glas drückt die Arbeit platt, rät die Fachfrau. Wenn du dir beim Sticken mal in den Finger pikst, brauchst du dich übrigens nicht zu ärgern. „Ich hab mir auch schon mal in den Finger gestochen“, sagt Jan.

Das Bild zeigt ein Nadelbüchlein von innen. Foto: Katharina Heimeier

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