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Vom Schulturnen zum Profi

15.09.2020 05:30, Von Thomas Bremser — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Philipp Herders Talent wurde in der Schule von einem Turnverein entdeckt

Philipp Herder springt in die Luft, dreht sich mit einem Salto und kommt auf den Beinen wieder auf: Er ist Profi-Turner. Dafür muss er ganz schön gelenkig sein.

Philipp Herder ist wie jeden Tag in der Sporthalle. Hier stehen Geräte, die du sicher aus dem Schulsport kennst: Barren und Reck, dazu blaue Matten auf dem Boden. Auch Ringe, die an Seilen von der Decke hängen. Philipp Herder greift nach den beiden Ringen und drückt sich vom Boden ab. Er schwebt fast schon in der Luft. Nur gehalten von den Ringen. Dafür braucht er richtig viel Kraft!

Bis zu sechs Stunden Training täglich

Der Profi-Turner Philipp Herder mit seinem Trainer Robert Hirsch. Philipp Herder muss viel trainieren.  Foto: Thomas Bremser/dpa
Der Profi-Turner Philipp Herder mit seinem Trainer Robert Hirsch. Philipp Herder muss viel trainieren. Foto: Thomas Bremser/dpa

Philipp Herder ist Profi-Turner. Sein Trainer hilft ihm bei einigen Übungen. Er stützt ihn zum Beispiel an Bauch und Rücken. Philipp Herder trainiert bis zu sechs Stunden am Tag.

Er war sogar schon mal bei den Olympischen Spielen. Angefangen hat aber alles beim Schulsport.

„Ich war immer schon ein kleiner Zappelphilipp. Ich bin immer und überall rumgeflitzt“, erzählt er. Als er in der ersten Klasse war, haben eines Tages zwei Männer aus einem Turnverein beim Unterricht zugeschaut. Sie merkten, dass Philipp Herder recht klein ist und sich gut bewegt. Darum fragten sie, ob er in einem Verein turnen möchte.

Klein und sportlich ist von Vorteil

„Die Kinder, die wir suchen, sind eher klein und sportlich. Sie sollten sich generell gerne bewegen und mutig sein“, sagt der Trainer.

Es ist beim Turnen gut, wenn man etwas kleiner und gelenkig ist. Dann kann man viele der Übungen besser machen. Heute kämen schon Dreijährige in den Verein, sagt der Trainer.

Die meisten Neuen gehen noch zur Kita oder zur Vorschule.

Als Kind hatte Philipp Herder damals direkt Spaß im Verein. Er ging immer öfter zum Training und in der dritten Klasse auf eine Sportschule.

In der Sportschule hat man zweimal am Tag Sport

Dort müssen die Schüler zwar auch Mathe, Deutsch und alle anderen Fächer lernen. Sie haben aber zwei Mal am Tag Sport. Für Philipp Herder stand fest: Er möchte Profi werden.

Mittlerweile hat er schon bei vielen Wettkämpfen geturnt und Preise gewonnen.

Er tritt dabei an sechs Geräten an. Sie heißen Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck. Die Sportler werden auch Kunstturner genannt. Denn ihre Bewegungen sehen oft so elegant aus wie Kunst.

Philipp Herder rät: Wer beim Schulsport gerne turnt, sollte mal in einen Verein gehen. „Du lernst deinen Körper und deine Bewegungen gut kennen. Das kann auch für andere Sportarten hilfreich sein. Man lernt auch jeden Tag etwas Neues dazu. Das ist ein tolles Gefühl.“

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