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Vom Hirsch geknutscht – Filmen im Zoo

23.09.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Honest and helpful like its. Choose your essay writer! Oh, das kitzelt! Ein Nasenbär hängt sich um den Hals von Riccarda Voss und beschnuppert sie. Riccarda Voss ist eine Reporterin beim Fernsehen. Jetzt ist sie im Zoo unterwegs. Sie lacht über den Nasenbär. „So etwas passiert mir hier öfter“, sagt sie.

Riccarda Voss dreht gerade für ein paar Tage mit einem Kamerateam im Hamburger Zoo. Sie macht Filme fürs Fernsehen über Tiere in Hagenbecks Tierpark. Und die sorgen oft für witzige Überraschungen. „Neulich haben wir Wapitis gefilmt. Das sind Hirsche. Plötzlich schlabbert einer an meinem Ohr“, erzählt Riccarda Voss. „Ich musste mich trotzdem auf meine Fragen an den Tierpfleger konzentrieren. Das ist nicht einfach, wenn ein Hirsch am Ohr lutscht.“

Dieses Mal geht es um die Bären Mascha und Leo. Als Leo die Kamera sieht, macht er Faxen und hebt die Tatze. „Das machst du super“, lobt die Reporterin. Dann will sie filmen, wie die Zoo-Leute die Größe der Bären messen. Das Kamerateam darf dazu in einen Bereich hinter dem Gehege. So nah kommt sonst kaum einer an die Bären heran – normale Zoobesucher dürfen das nicht.

Das Filmteam steht direkt am Gitter, an dem Leo und Mascha sich aufrichten. „Passt mit euren Füßen auf. Die zwei kommen mit ihren Tatzen unter dem Gitter durch. Und die haben Bärenkräfte“, warnt der Tierpfleger Uwe Fischer. Er passt auf, dass den Gästen nichts passiert.

Trotzdem hat Riccarda Voss bei manchen Aufnahmen im Zoo ein bisschen Angst. „Zum Beispiel als wir die Krokodile filmen wollten und mit dem Pfleger durch immer mehr Absperrungen gegangen sind, um näher ranzukommen. Da hab ich schon mal die Luft angehalten“, sagt sie. Das Filmen im Zoo macht ihr trotzdem viel Spaß: „Weil immer wieder etwas Unerwartetes passiert. Und weil ich viel über die Tiere erfahre.“

Den beiden Bären Mascha und Leo hat die Reporterin etwas mitgebracht: Currypulver und andere Gewürze. Sie werden im Gehege versteckt. Die Tiere sollen die Gerüche suchen. Das war ein Tipp von Tierpfleger Uwe Fischer. „Die Tiere sind beschäftigt, und wir können das gut filmen“, sagt Riccarda Voss.

Uwe Fischer erinnert die Leute vom Fernsehen auch daran, dass sie bei Tieren Geduld brauchen. Die Frau an der Kamera, Marion Reischmann, weiß das. Sie dreht die Bilder für die Reporterin. „Man kann die Tiere ja nicht bitten, irgendetwas zu machen“, erklärt sie. „Man wartet schon mal eine Stunde, um ein bestimmtes Bild zu bekommen.“ „Die Tiere machen nicht immer das, was wir erwarten“, sagt auch Riccarda Voss. „Einmal dachten wir, ein Tiger würde sich auf sein Fleisch stürzen. Das wollten wir filmen. Aber er hat es nur gelangweilt unter einen Stein geschleppt – für später.“

Tiere im Zoo zu filmen ist spannend – aber manchmal müssen die Fernsehleute lange auf gute Bilder warten. Denn die Tiere machen oft, was sie wollen. Kamerafrau Marion Reischmann filmt im Tierpark Hagenbeck in Hamburg. Die Bilder sind für die neuen Folgen von „Leopard, Seebär und Co“ im Ersten Programm. Foto: Silke Fokken.

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