Paulas Nachrichten

Vom Erdklumpen zur Müslischale

23.02.2019, Von Jessica Sum — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Töpfern ist eine uralte Handwerkskunst, die jeder lernen kann

Geschirr kauft man meistens im Laden. Dabei kann man es auch selbst herstellen. Wir haben uns in einem Töpferkurs angeschaut, wie das geht.

Ton wird in einem Töpferofen bei Temperaturen bis zu 1000 Grad gebrannt.  Foto: Juliane Gringer/dpa
Ton wird in einem Töpferofen bei Temperaturen bis zu 1000 Grad gebrannt. Foto: Juliane Gringer/dpa

BERLIN. Jede Menge Geschirr stapelt sich auf den Regalen. Schüsseln, Teller, Tassen – alles aus Keramik. So bezeichnen wir Gegenstände aus gebranntem Ton. Das Besondere an dem Geschirr im Keramikladen „Liebertee“: Es wurde handgemacht!

Da es aus Keramik ist, ist es auch zerbrechlich. Wenn hier also ein Elefant durchlaufen würde, bliebe nur ein großer Haufen Scherben übrig. Aus dem Nebenraum im Laden klingt es tatsächlich so, als wäre dort eine ganze Herde unterwegs. Doch da stampfen natürlich keine Elefanten herum. Es ist nur eine Gruppe Kinder. Die klopft große, rote Klumpen auf einem Holztisch in Form.

Jede Woche trifft sich hier in der Hauptstadt Berlin die Kinder-Töpfergruppe von Linda Rönsberg. Sie bringt den Kindern das Töpfern bei. Die roten Klumpen sind Ton. Das ist eine Art zähe Erde, die sich formen lässt. Aus dem Ton kann man verschiedene Gegenstände herstellen, zum Beispiel Geschirr. Das nennt man töpfern.

Wer noch nie getöpfert hat, stellt im Töpferkurs erst mal eine Schale aus Ton her. Dafür hat Linda Rönsberg eine Form vorbereitet. „In die Form drückt ihr viele kleine Tonkugeln rein“, erklärt sie den Kindern. „Die verstreicht ihr dann miteinander, bis die Oberfläche glatt und die Form nicht mehr zu sehen ist.“ So entsteht im Inneren der Form eine Schüssel.

Einige Kinder arbeiten weiter an dem, was sie beim letzten Mal angefangen haben. Nicht nur Tassen, Schüsseln und Vasen sind möglich.

Es muss ja nicht immer Geschirr sein – Tiere sind auch hübsch

Ein Mädchen töpfert zum Beispiel eine Insel. Was die Kinder sonst noch so formen, ist auf den Regalen zu sehen. Dort steht ein ganzer Zoo zum Trocknen: Elefanten, Schweine, Fische.

Jedes Regalbrett trägt den Namen einer Kinder-Töpfergruppe. Denn davon gibt es mehrere. So wissen Linda Rönsberg und ihre Schüler immer, wer was getöpfert hat. Ist eine Sache fertig getöpfert, kommt sie einige Wochen zum Trocknen auf das Regal.

Nach dem Trocknen kommt das Bemalen

Wenn der Ton getrocknet ist, können die Kinder ihn bemalen. Dann wird er im Töpferofen gebrannt. So nennt man es, wenn der Ton im Ofen gebacken wird. Dadurch wird der weiche Ton hart. „Man braucht also schon ein bisschen Geduld dafür“, erklärt die Töpfer-Lehrerin. Die Geduld lohnt sich: Am Ende nehmen die Kinder stolz ihr selbst getöpfertes Werk mit nach Hause. Und Müsli aus einer selbst gemachten Schale zu essen schmeckt gleich doppelt so gut.

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