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Viele Vögel sind schon da Deutsche Wildtier-Stiftung: Rückenwind beschleunigt den Heimflug der Zugvögel

15.03.2014, Von Christiane Neubauer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Früher als sonst sind dieses Jahr bereits viele Zugvögel aus ihren Überwinterungsgebieten in Spanien und Nordafrika zurückgekehrt – dank der Wetterlage in den vergangenen Tagen.

Das habt ihr sicher auch schon mal beobachtet: Als hätten sie sich genau abgesprochen, fliegen Gruppen von Zugvögeln in bestimmten Formationen am Himmel. Viele machen dabei so einen Lärm, dass jeder sofort nach oben schaut. Wenn im Frühjahr die Vogelschwärme aus ihren Winterquartieren im Süden zu uns zurückkehren, ist ganz schön was los am Himmel.

„Es gibt etwa 70 verschiedene Arten von Zugvögeln, die im Frühling in Deutschland ankommen“, sagt Peer Cyriacks, Ornithologe der Deutschen Wildtier-Stiftung. Ein Ornithologe ist ein Tier-Experte, der sich mit Vögeln besonders gut auskennt. „Die ersten Störche haben bereits ihr Nest besetzt. Auch Kraniche und der Rotmilan sind in diesem Frühling ungewöhnlich früh zurück nach Deutschland gekommen“, hat Cyriacks beobachtet.

Und er weiß auch, warum. „Zugvögel profitieren aktuell von der vorherrschenden Windrichtung. Weil der Wind jetzt aus Süden weht, beschleunigt sich der Rückflug der Vögel sie haben quasi Rückenwind.“

Die Wetterlage spielt beim Rückflug der Tiere offenbar eine wichtige Rolle. „Trockene Kälte macht Zugvögeln nichts aus, aber wenn es dauerhaft regnet und die Sicht schlecht ist, Gegenwind ihnen den Weg schwermacht, legen sie oft einen sogenannten Zugstopp – also eine Reisepause – ein und warten auf bessere Flugbedingungen“, so Cyriacks.

Doch zurzeit ist das Wetter perfekt, und wer zuerst kommt, balzt zuerst! Das Wort balzen steht für das Paarungsvorspiel bei Tieren vor der Begattung, also so eine Art Hochzeitstanz, mit dem sie den Partner beeindrucken wollen. „Kraniche führen einen eleganten Tanz auf, während der Rotmilan eine kunstvolle Flugshow vorführt“, weiß der Experte. Ehepaar Storch hingegen klappert synchron im Nest, um die alte Beziehung wieder zu beleben. Er ist bereits vor ihr in Deutschland gelandet, um das Nest zu „renovieren“.

Auch die Blässgänse machen sich jetzt in Schwärmen auf den Heimweg zu ihren Brutplätzen: Sie fliegen allerdings zurück in die arktischen Weiten Russlands, nachdem sie bei uns überwintert haben. Manche Zugvogelarten legen dabei 10 000 Kilometer und mehr zurück – eine gewaltige Strecke. Zum Vergleich: Deutschland ist von ganz oben im Norden bis ganz unten im Süden etwa 800 Kilometer lang. Ein Zugvogel würde diese Strecke also locker zwölfmal hintereinander zurücklegen.

„Wenn die Heimkehrer unter den Zugvögeln zurückkommen, haben sie eine weite Reise hinter sich und sind durch die Anstrengungen und Entbehrungen ausgebrannt“, sagt Cyriacks. „Doch wenn Singdrossel und Hausrotschwanz wieder in Deutschland landen, hat die Natur für sie noch nicht viel an Nahrung zu bieten.“

Der Vogelexperte rät daher, die Vogelhäuschen und Futterstationen im heimischen Garten auch weiterhin zu befüllen. „Pflanzliche Fette sind perfekte Energiespender für Vögel“, sagt er und rät Vogelfreunden zu kalorienreichem Körnerfutter, das gezielt auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt ist. Das perfekte Vogel-Dinner in Lebensmittelqualität wird dann bis aufs letzte Körnchen aufgepickt. „Wer beim Füttern auch an Vögel denkt, die Weichfutter brauchen, kann am Futterhaus dann auch dem Lied des Rotkehlchens lauschen“, verspricht Peer Cyriacks.

Ihr wollt mehr Wissen über Zugvögel und andere Tiere in Deutschland? Dann schaut einfach auf folgender Internetseite nach: www.deutschewildtierstiftung.de/de/wissen-lernen/

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