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Viele Tiere sehen anders als wir

26.07.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

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„Tiere mit großen Augen sind oft solche, die nachts unterwegs sind und im Dämmerlicht sehen müssen“, erklärt der Augen-Experte Russell Fernald aus den USA. Das sieht man zum Beispiel an Katzen- oder Eulenaugen! Große Augen fangen mehr Licht auf.

Abgesehen von ihrer Größe unterscheiden sich die Augen der Koboldmakis aber kaum von Menschenaugen. Sie sind genauso aufgebaut wie unsere und die aller anderen Wirbeltiere. Wirbeltiere, das sind die Tiere, die ein Skelett haben: Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien.

Obwohl die Augen sich ähnlich sind, sehen Tiere die Welt oft anders als wir. Zum Beispiel, wenn es um Farben geht. Menschenaugen können gewöhnlich gelb-rote, grüne und blaue Farbtöne erkennen. So entsteht in unserem Kopf ein kunterbuntes Bild der Welt.

Bei manchen Tieren aber würde die gleiche Gegend ganz anders aussehen. „Hunde können keine Farben sehen“, sagt Gerhard Winter vom Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt am Main.

Aber da sind die Forscher sich gar nicht so einig: Manche glauben, dass Hunde blauviolette und grüngelbe Farbtöne erkennen können. Damit können Hunde auf jeden Fall weniger Farben unterscheiden als wir. Aber sie sehen dafür nachts viel besser!

Vögel wiederum können Dinge sehen, die uns Menschen verborgen bleiben: Sie erkennen ultraviolettes Licht. Das ist für uns gar keine Farbe, wir sehen dieses Licht einfach nicht.

Falken aber hilft es, von hoch oben aus der Luft Mäuse aufzuspüren: Wenn Mäuse auf dem Feld pinkeln, um ihr Revier zu markieren, sieht der Falke das genau. Denn Mäuse-Urin wirft das ultraviolette Licht der Sonne zurück. So leuchten die Minipfützchen für die Falken gut sichtbar auf. Wir Menschen dagegen sehen das nicht – für uns ist die graue Maus gut versteckt. Deswegen haben Forscher die Sache mit dem Mäuse-Urin auch erst vor ein paar Jahren entdeckt.

Ein Turmfalke. Greifvögel wie der Falke sehen kleinste Bewegungen. Außerdem nehmen sie ultraviolettes Licht wahr, das sehen wir Menschen nicht. Foto: M. Heng

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