Paulas Nachrichten

Viele Tiere fürchten Silvester

27.12.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Silvester kann Findus gar nicht leiden. Der Kater ist elf Jahre alt. Und jedes Jahr sträubt sich sein Fell, wenn es am Silvesterabend knallt und kracht. Am liebsten zieht er sich schon am frühen Abend in den dunklen alten Schrank im Dachgeschoss zurück. Dort kuschelt er sich in ein Körbchen mit Kissen und Decken, das sein Frauchen für ihn zurechtgemacht hat.

„Vor allem Hunde und Katzen haben zu Silvester Angst“, sagt Evamarie König vom Tierschutzverein Berlin. Einige Leute geben ihre Tiere zum Jahreswechsel sogar in eine ruhig gelegene Tierpension, wenn um ihre Wohnung herum viel Feuerwerk abgefackelt wird. „Manche Tierbesitzer kriechen auch zu ihrer Katze unters Sofa und versuchen, sie zu beruhigen“, sagt Evamarie König. „Andere fahren mit ihrem Hund auf der Autobahn hin und her, weil dort nicht geböllert wird.“ Am einfachsten ist es, wenn man die Haustiere von klein auf an laute Geräusche gewöhnt: „Es gibt zum Beispiel Geräusch-CDs, auf denen man Autotüren knallen hört, Silvesterkracher gezündet werden oder lautes Geschrei ertönt“, sagt die Sprecherin des Tierschutzvereins.

„Außerdem lässt man freilaufende Tiere am Silvestertag besser nicht nach draußen, weil sie sonst womöglich erschrecken und weglaufen.“ Von Beruhigungsmitteln rät Evamarie König ab, wenn der Tierarzt sie nicht ausdrücklich verordnet hat.

Bei kleinen Tieren wie Vögeln oder Meerschweinchen kann es genügen, den Käfig in eine ruhige Ecke der Wohnung zu stellen, eine Decke darüberzuhängen und die Rollläden herunterzulassen.

Der Labrador-Mischling „Spike“ probiert ein Paar Ohrenschützer aus. Foto: Martin Oeser

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