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Viel Platz, gutes Gras: So geht’s zu auf dem Bio-Bauernhof

17.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Bio“ – das liest man manchmal auf Milchtüten, Butter oder Obst. Gemeint ist damit, dass solche Sachen auf eine besondere Art hergestellt wurden. Bio-Bauer Anton Albrecht erzählt, wie es auf seinem Hof so läuft.

Brain kann jeden Tag die Berge sehen. Denn er ist viel im Freien. Brain ist ein Schwein und lebt auf dem Bauernhof der Familie Albrecht im Allgäu in Buchenberg/Bayern. Manchmal hilft Brain auch, den Boden umzupflügen. „Er ist unser natürlicher Gartenhelfer“, sagt Anton Albrecht und krault das große Schwein am Ohr. Anton Albrecht ist Bio-Bauer. Er achtet zum Beispiel darauf, dass seine Tiere gesundes Futter bekommen und viel Auslauf haben.

Der Bauer lebt mit seiner Frau Mechthilde und den drei Kindern auf dem Hof. Und dann gibt’s dort auch noch mehrere Katzen und Hühner, den Hofhund Roxy, das Schwein Brain, 60 Kühe und viele kleine Kälber. Die Familie verdient vor allem Geld damit, Kuhmilch zu verkaufen.

Im Kuhstall der Albrechts haben die Tiere viel Platz und werden nicht angebunden. Sie können sich in einem offenen Laufstall mit großem Freigehege bewegen wie sie wollen. „Die Tiere lieben die frische Luft. Auch wenn es schneit, legen sie sich raus, bis sie ganz weiß sind“, erzählt Anton Albrecht. Zusätzlich treibt er seine Kühe jeden Morgen auf die große Weide. Für ihn sind sie nicht einfach nur Kühe. „Es sind Lebewesen wie du und ich. Deshalb spreche ich auch jede Kuh mit ihrem Namen an“, sagt Anton Albrecht. Obwohl die Tiere auf den ersten Blick alle gleich aussehen, kann er alle auseinanderhalten: Vicky, Mira, Lena, Isolde und die anderen. „Wenn man täglich mit ihnen zusammen ist, kennt man sie sehr gut.“

Auch das Gras, das die Tiere auf der Weide fressen, ist sogenannt „bio“. Es wächst nämlich ohne künstliche Stoffe. Das heißt, der Bauer nimmt keine Chemie, damit etwa die Pflanzen besser wachsen. Das ist auch besser für die Umwelt, sagt Anton Albrecht.

Außerdem trocknet er das Gras. Man nennt es dann Heu. Eine große Lagerhalle auf seinem Hof ist bis unter das Dach damit gefüllt. „Das bekommen meine Tiere im Winter, wenn draußen nichts mehr wächst und Schnee liegt“, sagt der Bauer. Und so kann er auch im Winter sicher sein, dass seine Bio-Kühe gutes Bio-Heu futtern.

Anton Albrecht treibt seine Kühe auf die Weide. Foto: Birgit Klimke

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