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Viel los im Containerhafen

08.09.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sie sind riesig und transportieren massenhaft Dinge über die Ozeane: Containerschiffe. Auch in den Hamburger Hafen bringen sie Waren. Die dpa-Nachrichten für Kinder waren dabei, als so ein Schiff entladen und wieder beladen wurde.

Darstellung eines beladenen Containerschiffs und Verladehafens sowie ein Größenvergleich mit einem Haus.  Grafik: D. Dytert
Darstellung eines beladenen Containerschiffs und Verladehafens sowie ein Größenvergleich mit einem Haus. Grafik: D. Dytert

Bananen, Spielzeug, Computer, T-Shirts: Was wir im Laden kaufen, kommt oft aus anderen Ländern. Am Hafen in Hamburg laufen täglich Containerschiffe aus aller Welt ein. Sie haben Dinge etwa aus Asien, Afrika oder Amerika geladen.

Container sind Behälter aus Metall, die einem Schuhkarton in Groß ähneln. Manche Containerschiffe können mehr als 10 000 solcher Kisten laden, die größten sogar über 14 000. „Aber selbst die größten Schiffe bleiben meistens nicht länger als zwei oder drei Tage im Hafen“, sagt Jörg Brinkmann. Er arbeitet für ein Unternehmen, das die Container ablädt und auflädt.

Auf dem Hafengelände riecht es ein bisschen wie am Meer. Der Wind weht, Möwen kreischen. Ansonsten brummt und tost es ständig. Blaurote, haushohe Transportwagen flitzen über das Gelände. Ihre Fahrer sitzen in Kabinen, die höher hängen als ein Zehn-Meter-Brett im Freibad. Dorthin klettern die Fahrer mit Leitern.

Heute liegt die „Ain Snan“ im Hafen. Das Schiff ist länger als drei Fußballfelder, nämlich 366 Meter. Darauf passen mehr als 13 000 Container. Die sind nicht alle für Hamburg bestimmt. „Wir müssen 1600 Container löschen und 1500 Container laden“, sagt Jörg Brinkmann. Löschen? „Das ist das Fachwort für entladen“, erklärt der Experte.

Riesige Kräne hieven die Container vom Schiff an Land. Dort werden sie von den Transportwagen abgeholt. Die brauchen zum Greifen eines Containers nicht einmal eine Minute. Für Besucher sehen die Container alle gleich aus. Aber die Fahrer düsen mit ihren Wagen schnell zum Ziel. Woher wissen sie, wohin die Container sollen? „Jeder Container hat auf allen Seiten eine Nummer“, erklärt der Fachmann. „Mitarbeiter im Büro haben genau geplant, wo die Container hin sollen.“

Ein Kollege tippt die Nummer eines Containers in einen Computer. Sofort taucht eine Kombination von Zahlen und Buchstaben auf, wie ein Geheimcode. „All das sieht der Fahrer auf einem Bildschirm in seiner Kabine“, sagt Jörg Brinkmann. „So weiß er, wo er den Container hinbringen soll.“ Das ganze Gelände ist nämlich in Reihen eingeteilt, die nach dem Alphabet benannt sind und auch Zahlen haben. Ein bisschen ist das wie auf einem Schachbrett.

„Die Container werden dann entweder mit Lastwagen oder per Bahn abgeholt“, sagt Jörg Brinkmann. Die Transportwagen verladen die Kisten auf die Lkws oder Züge.

Und wie lange dauert es, ein Schiff zu entladen? Für die „Ain Snan“ arbeiten Leute an fünf Kränen. Pro Stunde werden im Schnitt bis zu 30 Container gelöscht oder aufgeladen. „Ich denke, wir werden in einem Tag fertig sein, gearbeitet wird Tag und Nacht“, sagt Jörg Brinkmann.

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