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Verständnisvolle Maschinen

12.09.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele wünschen sich einen Roboter, der zum Beispiel die Hausarbeit erledigt

Ein Leben ohne Technik, Computer, Internet? Undenkbar! Maschinen machen uns schon längst den Alltag leichter. Manche Leute wünschen sich, dass uns Roboter noch viel mehr Arbeit abnehmen. Diese Technik nennt sich Künstliche Intelligenz.

3D-Drucker im Futurium Berlin. Schlaue Maschinen wie dieser Roboterarm übernehmen inzwischen Arbeiten, die vorher Menschen erledigt haben.  Fotos: Philipp Brandstädter
3D-Drucker im Futurium Berlin. Schlaue Maschinen wie dieser Roboterarm übernehmen inzwischen Arbeiten, die vorher Menschen erledigt haben. Fotos: Philipp Brandstädter

Ein Roboter hilft im Haushalt einer Familie. Morgens macht er Frühstück, bringt die Kinder zur Schule und erledigt Einkäufe. Später kocht er Mittagessen und hilft bei den Hausaufgaben. Abends unterhält er sich mit den Menschen über ihren Tag.

Diese Art Roboter kennen wir aus Filmen, Büchern und Videospielen. Im wahren Leben gibt es sie nicht. Zwar wird die Technik immer besser. Aber Maschinen, die Menschen ähneln und uns alle Arbeiten abnehmen, bleiben noch ein Traum. Damit der wahr wird, sollen Computer noch klüger werden. Man nennt das Künstliche Intelligenz oder kurz: KI.

„Von Künstlicher Intelligenz ist die Rede, wenn Maschinen lernen und ihre Fähigkeiten dadurch verbessern“, erklärt der Forscher Aljoscha Burchardt. „Wir wünschen uns, dass sich Computer mit uns natürlich unterhalten können. Dass sie uns verstehen, richtig antworten, Befehlen und Wünschen folgen und sich schlau verhalten.“ Manche machen sich aber auch Sorgen, dass Computer zu viel übernehmen.

Um Computer schlauer zu machen, werden sie von Menschen programmiert. Auf einigen Gebieten sind sie dadurch schon klüger als wir geworden. Sie erledigen etwa schwierige Berechnungen, an denen ein Mensch scheitern würde. Diese Computer sind aber nur in einigen Sachen gut.

„Damit die KI so viel leisten kann wie das menschliche Gehirn, reicht es nicht aus, ihr lauter Dinge beizubringen“, sagt Aljoscha Burchardt. „Die KI muss sich die Sachen selbst beibringen. Sie soll Zusammenhänge erkennen und herausfinden, was ihr gar nicht beigebracht wurde.“ So wie ein Kind mit der Zeit sprechen lernt.

Die KI ist auch schon immer klüger geworden. Navigationsgeräte im Auto etwa kennen nicht nur die Straßen. Sie wissen auch, wo ein Stau ist und berechnen den schnellsten Weg. Sprachcomputer übersetzen nicht nur einzelne Wörter. Sie verstehen inzwischen besser ganze Sätze und antworten passend.

Doch wann wird die Künstliche Intelligenz so schlau sein wie bei den menschenähnlichen Robotern aus Filmen? „Zunächst wird sie schlau genug sein, um uns in Autos herumzufahren, ohne dass ein Mensch hinter dem Steuer sitzen muss“, sagt der Forscher. „Sie wird in Fabriken mehr Arbeiten übernehmen. Vielleicht wird sie Ärzten helfen können, Krankheiten schneller zu erkennen und besser zu behandeln.“

Bis die KI jedoch so klug ist wie ein menschliches Gehirn, müssen Forscher eine Sache besser verstehen: unser Gehirn selbst.

Wir wissen noch nicht genau, warum wir Menschen etwa Sprache und Gesten verstehen und wie wir Gefühle in einem Gesicht erkennen. Der Experte sagt: „Erst wenn wir uns selbst besser erforscht haben, können wir die KI so klug machen, wie wir es uns wünschen.“

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