Paulas Nachrichten

Uralt und voller Geheimnisse: die Himmelsscheibe

14.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Man legt den Kopf in den Nacken und guckt in den Nachthimmel. Was für tolle Sterne. Vor vielen Tausend Jahren standen Menschen sicher auch schon so da. Sie starrten nach oben und staunten. Doch was haben unsere Vorfahren dabei gedacht? Was wussten Menschen damals über Sonne, Mond und Sterne?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht leicht zu finden. Aus den frühen Phasen der Menschheit gibt es keine geschriebenen Texte – keine Bücher. Deshalb müssen die Forscher sich uralte Funde wie Tonscherben, Waffen und Schmuck angucken. Manchmal sind dort auch Bilder von Sternen drauf. Dann grübeln die Experten: Welche Sterne kannten die Leute? Was wussten sie über den Himmel. Bei dieser Denk- +Arbeit hilft den Forschern ein alter Schatz: Das ist die Himmelsscheibe von Nebra.

Die Scheibe heißt so, weil sie in der Nähe von Nebra in Sachsen-Anhalt gefunden wurde. Das war vor rund zehn Jahren.

Das Teil ist eine grünlich schimmernde Scheibe. Es wurde aus dem Metall Bronze gefertigt – und es gibt Stückchen aus Gold darauf. Auf der Scheibe sind Sonne und Mond zu erkennen. Außerdem gibt es mehr als 30 Sterne sowie einen kleinen und einen größeren Goldbogen. Der kleine Bogen stellt wohl ein Schiff dar, der größere markiert den Horizont.

Archäologen haben die Scheibe erforscht. Sie wurde vermutlich vor rund 3600 Jahren vergraben. Und Experten denken, dass sie noch älter sein könnte – nämlich etwa 4000 Jahre. Aber man weiß noch lange nicht alles. In ihr stecken sicher noch Geheimnisse.

Nicht das Gold macht sie total wertvoll, sondern ihr hohes Alter: Die Scheibe ist das wohl älteste, gut gemachte Abbild des Sternenhimmels, das wir kennen. Und sie zeigt uns, dass die frühen Menschen in Europa schon ganz schön clever waren.

Sie wussten, dass einiges im Weltall kreist – etwa der Mond um die Erde. Nach dem Weltbild unserer Vorfahren wird die Erde von der Sonne, den Sternen und dem Mond umkreist. Das Schiff auf der Scheibe trägt die Sonne nach dem Untergang im Westen über das Wasser wieder in den Osten.

„Das hätten wir diesen Menschen nie zugetraut“, sagt der Experte Harald Meller über das, was unsere Vorfahren auf der Scheibe darstellten. „Wir wissen jetzt, dass die Urzeitmenschen hochintelligent waren. Sie haben den Kosmos sehr genau beobachtet.“ Auch wenn in Wirklichkeit die Erde um die Sonne kreist: Die Menschen damals machten ihre tollen Entdeckungen ohne moderne Technik und Fernrohre.

Die Himmelsscheibe von Nebra wurde vor rund zehn Jahren gefunden. Die Aufnahme zeigt den Restaurator Heiko Breuer, der auf einer Pressekonferenz in Magdeburg in Sachsen-Anhalt die Himmelsscheibe von Nebra präsentiert. Foto: Peter Förster

Paulas Nachrichten

Gärtnern in der Kiste:

So legst du ein Mini-Hochbeet an

Du hast Lust auf selbst angebautes Obst und Gemüse, aber keinen Platz für ein großes Beet? Dann leg dir doch ein Mini-Beet an: in einer Holzkiste. Das passt auf jeden Balkon. Ein Gartenexperte erklärt, worauf du achten…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten