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Ungewollte und lästige Tierchen

13.01.2022 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele Menschen haben Haustiere gerne. Doch es gibt auch Lebewesen, die es sich bei uns gemütlich machen, obwohl wir sie gar nicht haben wollen: Parasiten. Sie sind nicht nur lästig, manche können auch gefährlich sein. Doch man kann etwas gegen sie tun.

Läuse hüpfen von Kopf zu Kopf. Der Floh macht es sich etwa im Hundefell gemütlich. Die Mücke saugt unser Blut und hinterlässt einen juckenden Stich. In der Natur gibt es viele lästige Schmarotzer. Man nennt sie auch Parasiten. Doch was sind das für Lebewesen?

„Von Parasiten sprechen wir, wenn ein Lebewesen ein anderes Lebewesen zu seinem einseitigen Vorteil nutzt“, erklärt der Tierarzt Jakob Trimpert. Das bedeutet: Der Parasit lebt auf Kosten eines anderen Lebewesens, ohne etwas dafür zu geben. Das Lebewesen, das benutzt wird, ist der sogenannte Wirt. Parasiten ernähren sich etwa vom Blut ihres Wirts. Sie rauben ihm Nahrung, Energie oder legen ihre Eier bei ihm ab. Manchmal lassen sie sich vom Wirt von einem Ort zum anderen tragen.

Seit es Leben auf der Erde gibt, gibt es auch Schmarotzer. Es gibt sie in allen Formen und Größen sowohl bei Pflanzen als auch bei Tieren und Menschen. „Manche Parasiten sind so klein, dass sie im Blut oder in den Organen ihres Wirts leben“, erklärt der Fachmann. „Größere Parasiten leben außerhalb ihres Wirts, etwa Mücken, Flöhe und Zecken.“

Für den Wirt können Parasiten unheimlich lästig sein. Normalerweise sind sie aber nicht tödlich. Ein Parasit hätte schließlich nichts davon, wenn er das Leben seines Wirts bedrohen würde.

Doch auch das kommt in der Natur hin und wieder vor. Und zwar so: „Parasiten können Krankheitserreger wie etwa Viren oder Bakterien in ihren Wirt einschleusen“, sagt Jakob Trimpert.

So überträgt etwa eine Stechmücke in den Tropen eine gefährliche Krankheit: Malaria. In einigen Gegenden Afrikas, Asiens und Südamerikas sterben jedes Jahr Leute daran.

So lebensbedrohlich sind die Parasiten hierzulande nicht. Nur Zecken können auch in einigen Gegenden Deutschlands gefährliche Krankheiten übertragen. Das bedeutet aber längst nicht, dass man nach jedem Zeckenbiss krank wird. Trotzdem sollte man nach einem Spaziergang im Wald oder im hohen Gras nachschauen, ob sich vielleicht eine Zecke irgendwo festgebissen hat, etwa in der Achsel oder Kniekehle.

Ein anderes wichtiges Mittel gegen Parasiten ist Sauberkeit. Wenn wir uns und unsere Klamotten und Bettwäsche regelmäßig waschen, kann sich Ungeziefer wie Flöhe oder Wanzen viel schlechter bei uns einnisten. Ebenso sollten wir uns von wilden Tieren und besonders deren Ausscheidungen fernhalten. Auch von dort können Krankheitserreger und Parasiten wie zum Beispiel Würmer auf Menschen übergehen. Die lästige Mücke im Garten oder Schlafzimmer werden wir so natürlich trotzdem nicht los. Mit manchen Parasiten müssen wir uns wohl oder übel einfach abfinden.

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