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Um die Ecke gedacht . . . Schlau mit Paul: Timo Brunke führt vor, wie man mit Wörtern Welten erschafft

13.07.2013 00:00, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Langeweile? Damit kann man sich prima die Zeit vertreiben. Zum Beispiel bei dem Versuch, die ödeste Geschichte der Welt zu schreiben. Dies und noch viel mehr probierten Kinder bei einem Kurs mit dem Poeten Timo Brunke aus.

Womit hat es wohl zu tun, dass sich Annika gerne amüsiert, Niklas Nudeln mag, Lukas viel liest und Amelie einfach Amelie ist? Klar, mit den Anfangsbuchstaben der Vornamen. Damit sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Schlau mit Paul“-Aktion gleich zu Beginn richtig ansprechen können, helfen solche Merksätze. Das sagt zumindest der Kursleiter Timo Brunke und stellt sich so vor: „Ich bin Timo und heiße Tarzan.“

Na, das könnte auch ein Tim, Tom oder Till von sich sagen. Doch wie funktioniert eigentlich das Dichten? Zum Beispiel so: „Was reimt sich auf Knolle? Drauf reimt sich Bolle. Das reimt sich volle.“ Dieser Vers stammt von Timo Brunke. Doch bald schon schwirren lauter Reimwörter durch die Luft: Flause, Sause, krause. Baum, Traum, Raum, kaum. Sogar Philippe Ohl, der den Nachmittag mit seiner Filmkamera aufnimmt, hebt zu dichten an: „Wenn ich hier am Fenster steh, tut euch das nicht weh.“

Bevor den Kindern die Zeit lang wird, bekommen sie die Aufgabe, die langweiligste Geschichte der Welt zu schreiben. Sie soll von uninteressanten Dingen handeln, und nichts soll passieren. Nach dem Gongschlag, der das Ende der Schreibzeit verkündet, lesen die Kinder ihre öden Einfälle vor. Und bringen einander zum Lachen.

Denn wer unbedingt langweilig sein muss, kann das kaum, ohne komisch zu werden. Einfach mal ausprobieren. Oder Niklas’ abgedruckte Geschichte vom fauligen Apfel laut vorlesen.

Keine Brause gibt’s in der Pause, doch geht’s aus dem Hause. Genau. Nach einer kleinen Erfrischung ziehen die Wortakrobaten zum nächsten Spielplatz ins Grüne. Was gibt es dort zu entdecken? Ist da nicht ein Gesicht versteckt in dem Haus dort drüben? Die Fenster als Augen, eine Säule als Nase, ein Sims als Mund. Monique sieht in einem Treppengeländer einen Tausendfüßler. Der schaut aus einem Rostfleck in eine Welt voller Abenteuer.

Dass die im Kopf entstehen, ist geschickt. Dann braucht man nur in den Himmel schauen und den vorüberreitenden Wolken zuschauen. „Schau, ein Pudelkopf, ich seh’s genau“, ruft ein Junge.

Riecht Lakritz nicht nach Elefantenkacke in einem Zirkuszelt? Lässt der Duft von Ingwer uns nicht an ein verwunschenes Schloss irgendwo im Orient denken? Dass der Weg ins Reich der Fantasie über schnuppernde Nasen, tastende Hände oder gespitzte Ohren gehen kann, lernen die Kinder bei einem Ratespiel mit verdeckten Lebensmitteln kennen. Und wer bei all den Tipps ohne einen Einfall bleibt, dem ist wirklich nicht zu helfen.

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