Paulas Nachrichten

Überlege gut, wofür du dein Geld ausgibst

11.11.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ein Riegel Schokolade, Sammelkarten und ein Ticket fürs Kino – dafür geht das Taschengeld schnell weg. Auch Erwachsene müssen darauf achten, dass sie sich ihr Geld richtig einteilen. Ingo Barlovic hat dpa-Nachrichten für Kinder erklärt, wie man lernt, mit Geld umzugehen, und warum das wichtig ist. Der Fachmann arbeitet bei einer Organisation, die über Kinder und Jugendliche forscht.

Wie wichtig ist es, sich mit Geld auszukennen?

Es ist wichtig, in Geldsachen Bescheid zu wissen, wenn sie einen betreffen. Ein Beispiel: Schon bei Kindern mit sieben oder acht Jahren macht es total Sinn, dass sie wissen, wie man mit Geld umgeht – schließlich kriegen sie oft schon Taschengeld. Und da kann es passieren, dass sie das Geld für Mist ausgeben und dann auf die Nase fallen und sich ärgern. Das gehört dazu, um ein Gefühl für Geld zu bekommen.

Was meinen Sie mit einem Gefühl für Geld?

Dass man merkt, dass Geld was wert ist. Dass man selbst nur eine bestimmte Menge davon hat. Und dass man sich haargenau überlegt, was man damit macht. Dass man keinen Unsinn kauft, sondern sinnvolle Sachen. Wenn man weiß, für was Geld steht, dann quengelt man bei den Eltern vielleicht auch nicht so viel. Denn Geld kommt nicht irgendwie vom Mond runter, sondern man muss es sich hart erarbeiten.

Worauf muss ich achten, wenn ich mit Geld richtig umgehen möchte?

Man muss aufpassen, dass man sich nicht verschuldet, dass man sein Geld nicht falsch anlegt – im Prinzip, dass man sein Geld nicht für irgendwas wegwirft. Je früher man mit Geld umgehen kann, desto besser ist es fürs ganze Leben. Leute, die mit 18 auf einmal viel Geld haben, sich aber noch nie Gedanken darüber gemacht haben, stellen mit dem Geld manchmal lauter Unsinn an. Sie geben es zum Beispiel für unnötige Dinge aus.

Wie lerne ich denn, mit Geld umzugehen?

Das Einfachste ist, dass man Geld bekommt und mal schaut, wie man damit auskommt und was man damit erreichen kann. Da muss man schon überlegen, ob man das Geld etwa für ein Eis ausgibt oder lieber spart. Das kann aber oft nur funktionieren, wenn auch die Familie mitspielt. Wenn ich zum Beispiel etwas für zehn Euro möchte, aber nur zwei Euro Taschengeld habe, dann darf es nicht so sein, dass ich zur Oma gehe und die gibt mir dann die restlichen acht Euro. Denn dann sagt man sich schnell: „Ich kriege immer irgendwo Geld her.“ Es ist wichtig, dass man früh merkt: Geld kann weg sein, und dann habe ich vielleicht ein Problem.

Von so einem Automaten kann man Geld von seinem Konto holen. Das Geld kommt dann oft von einem Girokonto. Solche Kontogeschäfte sind komplizierte Sachen. Foto: Jens Wolf

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Paula will nicht auf dem Kopf stehen

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