Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Tricks für spannende Filme

16.10.2020 05:30, Von Philipp Brandstädter — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Spezialeffekte sind ein wichtiger Teil der Filmindustrie

Spezialeffekte in Filmen machen Erlebnisse möglich, die eigentlich unmöglich sind. Dabei spielen mehrere Kniffe unserem Auge einen Streich. Immer mehr solcher Tricks entstehen heutzutage am Computer.

Die Entstehung einer Maske für einen Film: In Filmen sieht man viele Sachen, die es in Wirklichkeit nicht gibt, wie etwa Monster.  Fotos: Philipp Brandstädter
Die Entstehung einer Maske für einen Film: In Filmen sieht man viele Sachen, die es in Wirklichkeit nicht gibt, wie etwa Monster. Fotos: Philipp Brandstädter

WIEN. Ein Saurier und ein riesiger Gorilla kämpfen miteinander: In einer großen Stadt stürzen Hochhäuser deshalb ein, Autos wirbeln durch die Luft. Überall explodiert irgendetwas. So verrückt und unglaublich wird es manchmal im Kino. Wir wissen zwar: Das ist alles nur ein Film! Trotzdem lassen wir uns gern von den tollen Kniffen der Filmemacher begeistern.

Wenn wir einen Film schauen, werden unsere Augen oft getäuscht. Das funktioniert wie bei einem Zaubertrick: Unsere Aufmerksamkeit wird abgelenkt, damit wir nur sehen, was wir sehen sollen. Diese Tricks nennt man auch Spezialeffekte.

Aus Malerei wurde eine Landschaft

„Spezialeffekte sind ein wichtiger Teil der Filmindustrie“, erklärt Bernadette Decristoforo vom Technischen Museum Wien. Das Museum zeigt derzeit eine Ausstellung dazu. „Schon die ersten Filmemacher entwickelten eine ganze Reihe davon, um ihre Geschichten erzählen zu können.“

So verwandeln sich etwa Wandmalereien vor der Kamera in täuschend echte Landschaften. Am Computer erschaffen Fachleute noch viel mehr Dinge für einen Film, die es in Wirklichkeit nicht gibt. So sehen wir Drachen fliegen, Superhelden, die Hochhäuser erklettern und Raumschiffe, die das Weltall durchqueren. „In erster Linie ermöglichen Spezialeffekte dem Publikum, in Fantasiewelten einzutauchen“, erklärt die Expertin. Tricks werden auch für viele andere Aufnahmen im Film genutzt. Manchmal werden etwa Naturgewalten oder Explosionen hinzugefügt, wenn sie für die Schauspieler zu gefährlich wären. Dazu bekommen diese mit Farbe fiese Verletzungen auf die Haut gepinselt. Maskenbildner erschaffen in stundenlanger Arbeit mit Schminke und Kunststoffen gruselige Monster.

Mit dem Computer wird oft Geld gespart

Oft sparen die Computereffekte auch Geld. „Mit geringen Kosten lassen sich Statisten vervielfältigen, um eine ganze Menschenmenge zu erzeugen“, sagt die Expertin. „In einem Studio aufgebaute Räume und am Computer erstellte Elemente sind oft kostengünstiger als echte Kulissen.“ Meist enthält ein Film einen ganzen Mix verschiedener Tricks. Da werden Masken und Kostüme mit Computertechnik, Filmschnitt, Licht und Musik vermischt, um die Zuschauer bestmöglich zu täuschen.

Je mehr Zeit, Geld und Ideen die Filmemacher haben, desto gewaltiger können die Bilder in einem Film später aussehen. Auf diese Weise trauen wir unseren verwirrten Augen und glauben den Zaubereien der Filmemacher. Zumindest solange der Film läuft.

Paulas Nachrichten

Niedlicher Teufel

Der Tasmanische Teufel lebt in Australien

(dpa) Süß finden ihn manche wegen seiner knuffigen Nase und den roten Ohren. Andere erschrecken sich vielleicht eher, wenn sie einem Tasmanischen Teufel begegnen. Denn dieses Tier kann nicht nur laut kreischen und kräftig…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten