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Tiere schaffen perfekte Bauwerke

23.04.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

BERLIN (dpa). Sie bauen Tunnelsysteme und stabile Staudämme. Sogar super klimatisierte Wohnhäuser und ganze Städte kriegen sie hin. Nein, nicht von Menschen ist die Rede, sondern von Tieren. Eine der tollsten Baumeisterinnen ist dir garantiert schon über den Weg gelaufen die Ameise. Die fleißigen Krabbeltiere leben überall auf der Welt im Süden, in feuchten Urwäldern und trockenen Wüsten, auf hohen Bergen und natürlich auch bei uns in Deutschland. Und ihre Bauwerke sind immer der Umgebung perfekt angepasst.

Manche Ameisenarten nutzen geschickt Dinge in der Natur als Behausung. So wohnen im heißen Süden einige Arten in hohlen Ästen oder Baumstämmen. Die meisten Ameisen auch unsere Waldameisen bauen sich aber unterirdische Städte. Dafür graben sie tief in die Erde unzählige Gänge und Kammern. Die Erde, die sie ausschaufeln, schaffen sie an die Oberfläche. So entstehen Ameisenhaufen. In kühlen Ländern wie unserem sind diese Ameisenhaufen aber nicht nur aus Erde. Die Ameisen schleppen auch Baumnadeln und Holzstückchen herbei. Damit schützen die Tierchen ihren Bau vor Kälte. Auch gegen Regen sind die Krabbler gut gerüstet. Denn wenn es richtig gießt, können sie Eingänge verschließen. Es gibt nämlich zahlreiche Tunnel, die nach draußen führen. Je nach Wetterlage öffnen die kleinen Baumeister Eingänge oder verschließen andere. Jede Kammer hat einen eigenen Zweck. Es gibt Räume, in denen sich die Ameisen ausruhen. In anderen lagern sie Futter. Die Königin hat natürlich ein eigenes Gemach. Dort legt sie auch ihre Eier. Die werden dann von anderen Ameisen in weitere Kammern geschleppt. Das sind die Kinderstuben, wo der Nachwuchs aufwächst. Bei Frost ziehen sich die Tiere ganz tief in die Erde zurück in ihre Winterquartiere. Die Form eines Ameisenhaufens ist kein Zufall, erklärt Experte Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland. Er ähnelt ungefähr einer Halbkugel. Und damit ist die Oberfläche so klein wie möglich. Im Winter geht so am wenigsten Wärme verloren. Und auch gegen Feinde lässt sich die Ameisenstadt so am besten verteidigen. Es ist toll, wie gut so ein Ameisenstaat organisiert ist, sagt Julian Heiermann. In einem Ameisenhaufen leben ungefähr zwei Millionen Ameisen. Wenn in einem Hochhaus zwei Millionen Menschen leben würden, wäre das ein totales Chaos. Ameisenbauten sind eben perfekte Städte von denen der Mensch noch einiges lernen könnte.

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