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Thea hat einen Herzfehler – Untersuchung mit Glibber

04.04.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

9780854735037 0854735038 The Teaching of Reading in 45 Inner London Primary visite siteer grade 1 Schools - A Critical Examination of OFSTED Ins Krankenhaus gehen – das kennt die achtjährige Thea gut. Denn die Schülerin hat einen Herzfehler und muss regelmäßig in die Klinik. Die Ärzte kontrollieren dann aber meist nur, ob weiterhin alles in Ordnung ist.

„Du kennst ja schon alles hier, du bist ja ein alter Hase“, hört Thea von der Kinder-Krankenschwester. Tatsächlich: Thea ist acht Jahre alt – und regelmäßig Gast auf der Kinderherzstation in einem Krankenhaus in Hamburg.

Ihr Leben fing nämlich ziemlich turbulent an: Einige Gefäße am Herzen waren nicht an der richtigen Stelle. Das war lebensgefährlich, denn so konnte das Herz ihren Körper nicht mit Blut versorgen, das ausreichend Sauerstoff hat. Und das bedeutete: Thea wurde an ihrem zweiten Lebenstag am Herzen operiert. Natürlich kann sich Thea daran nicht mehr erinnern. Aber ihr Vater sehr wohl. „Das war sehr aufregend für uns und kam völlig überraschend“, erinnert er sich. Sie merkten es, weil Thea nach der Geburt recht schnell blau anlief. Die Ärzte stellten fest, dass sie einen Herzfehler hat – und operierten sie. Mehr als vier Stunden lang. Danach musste Thea noch sechs Wochen in der Klinik bleiben. Mittlerweile geht es Thea aber gut. Sie lebt mit ihrer Familie auf einem Bauernhof in der Nähe von Hamburg. Die Achtjährige geht in die zweite Klasse und liebt alles, was mit Tieren und Musik zu tun hat. Außerdem tanzt und turnt sie gerne mit anderen Kindern. Ob sie etwas merkt davon, dass sie mal am Herzen operiert wurde? „Nein, gar nicht. Ich muss nur zweimal am Tag Tabletten schlucken.“ Die Tabletten sollen dem Herz helfen. Sie sind dafür da, dass sich das Herz beim Schlagen nicht so anstrengen muss. Denn bei Thea funktioniert auch eine Herzklappe nicht richtig. Ein Herz hat vier Klappen, die wie bei einer Maschine auf- und zugehen. Normalerweise geht Thea nur alle paar Monate ins Krankenhaus, um ihr Herz untersuchen zu lassen. Doch nun hatte sie sich eine Lungenentzündung eingefangen. Deshalb war sie auch zum ersten Mal seit der Geburt für eine Woche im Krankenhaus. Der Oberarzt Thomas Mir untersucht gerade mit einem speziellen Apparat Theas Herz. Er schmiert ihr ein bisschen Glibber auf den Brustkorb. „Den braucht man, damit man das Herz besser erkennen kann.“ Dann hält er ein Gerät darauf, das aussieht wie ein Mikrofon. Schallkopf heißt das. Auf einem Computer-Bildschirm ist ein Bild von Theas Herz erkennbar. In unterschiedlichen Grautönen und dazwischen rot und blau. Diese Farben zeigen an, welchen Weg das Blut im Herzen nimmt. „Soweit alles in Ordnung“, sagt Doktor Mir. Die Lungenentzündung hat Thea gut überstanden. Jetzt kann sie sich ein paar Monate Zeit lassen, bis sie zur nächsten Kontrolle in die Klinik kommen muss.

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