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Testflug beendet: Der Drache landet im Meer

04.06.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Etwa eine Woche war der Drache im Weltall bei der ISS, der Internationalen Raumstation. Am Donnerstag verließ der Raumtransporter „Dragon“ dann die ISS. „Dragon“ ist das englische Wort für „Drache“.

Die Raumkapsel SpaceX Dragon nach dem Abdocken von der ISS am 31. Mai dieses Jahres vor dem Rückflug zur Erde. Foto: EPA/NASA Handout Mandatory
Die Raumkapsel SpaceX Dragon nach dem Abdocken von der ISS am 31. Mai dieses Jahres vor dem Rückflug zur Erde. Foto: EPA/NASA Handout Mandatory

Wenige Stunden später landete er im Pazifik, nahe der Küste der USA.

Die Reise des Drachen war etwas ganz Besonderes: Früher baute die Weltraumbehörde der USA, die NASA, Raumschiffe selbst. Nun hat zum ersten Mal eine normale Firma ein Raumschiff zur ISS geschickt. Das soll billiger sein.

Die Reise des Drachen zur ISS war unter anderem ein Testflug.

Weil wohl das meiste gut klappte, sollen jetzt zwölf richtige Flüge zur ISS folgen. Der nächste ist für September geplant. Menschen wird der Drache aber vorerst nicht transportieren.

Doch auch das soll sich in den nächsten Jahren ändern. Bis dahin fliegen Raumfahrer mit Sojus-Kapseln aus Russland zur ISS.

Mehrmals durch die Lufthülle

Der Raumtransporter „Dragon“ ist so gebaut, dass man ihn mehrmals verwenden kann: Wenn das Raumschiff aus dem Weltall in die Lufthülle der Erde eintaucht, wird es durch die Reibung zwar enorm erhitzt – auf etwa 1600 Grad. Aber außen trägt der Transporter hitzefeste Kacheln, die das aushalten. Weiter unten öffnen sich dann große Fallschirme, an denen der Drache zur Erde sinkt.

Oder besser gesagt: ins Wasser! Denn damit der Aufprall nicht ganz so hart ist, landet der Raumtransporter auf dem Meer.

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