Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Tausendfüßler als Haustier? - Klar, warum nicht!

24.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thomas Köpke mag vieles, was krabbelt und kriecht. Er leitet den Zoo-Laden Zoo-Zemke in Berlin. Besonders liebt er Tiere, die in Terrarien gehalten werden – zum Beispiel Tausendfüßler. Terrarien sind große Kästen, bei denen mindestens eine Wand aus Glas ist, damit man die Tiere beobachten kann. Der Tierexperte hält selbst mehrere Tausendfüßler zu Hause. Er erklärt dpa-Nachrichten für Kinder, wie spannend es ist, einen Tausendfüßler als Haustier zu haben.

nKann man jeden Tausendfüßler zu Hause haben?

Nein, der Hundertfüßler ist zum Beispiel in Berlin und Hessen verboten. Den darfst du nicht als Haustier halten, weil er nämlich giftig sein kann. Aber den Tausendfüßler kannst du ohne Probleme halten.

nIst es schwer, für Tausendfüßler zu sorgen?

Überhaupt nicht. Die Tausendfüßler brauchen kein besonderes Licht, keine besondere Temperatur oder Futter. Ihnen reicht ein schattiges Eckchen und ab und zu mal ein paar Stückchen überreifes Obst.

nWas kostet eigentlich so ein Tausendfüßler?

Für ein größeres Tier bezahlt man etwa 30 Euro. Je weiter entfernt das Ursprungsland ist, desto teurer wird es. Und für besonders seltene Exemplare kann man schnell mal 400 Euro bezahlen.

nTausendfüßler sehen doch alle gleich aus und bewegen sich nicht viel.

Nein das ist nicht richtig. Aus tropischen Ländern kommen schöne Exemplare mit roten Gliedern und gelben Füßchen. Außerdem werden die richtig groß, bis zu 30 Zentimeter. Wirklich spannend wird es nachts. Denn Tausendfüßer sind nachtaktive Tiere. Sie bewegen sich sehr schnell auf der Suche nach Nahrung.

nAber Tausendfüßler sind nicht unbedingt kuschelige Tiere.

Das stimmt, aber die meisten Leute, die sich Tausendfüßler kaufen, mögen Insekten. Und außerdem sollte man die Tiere sowieso nicht so oft aus dem Terrarium nehmen. Sie sind nämlich sehr stressanfällig. Wenn du fünfmal am Tag vorführst, wie toll sich dein Tausendfüßler zusammenkringeln kann, ist er bald tot. Also lieber beobachten als anfassen. Wenn du ihn ordentlich behandelst, wird er bestimmt zwei Jahre alt. Und wenn du magst, kannst du auch neue Tausendfüßler züchten, das ist sehr einfach mit diesen Tierchen. Aber frag lieber vorher deine Eltern. Es kann schon erschreckend sein, wenn aus einem Tausendfüßler plötzlich 100 werden.

Interview: Thilo Mischke, dpa

Ein zum Glück ungiftiger Hundertfüßler krabbelt über die Hand. Eigentlich ist der Name Tausendfüßler nicht ganz richtig. Denn es gibt keine einzige Art mit tausend Füßen. Manche Tausendfüßler haben rund 350 Beinpaare, also rund 700 Füßchen. Foto: Thilo Mischke

Paulas Nachrichten

(pm) Am heutigen 12. Mai feiern die Muslime das Ende des Fastenmonates Ramadan. Anlässlich des Fastenbrechens (Eid al-Fitr oder Zuckerfest) wünscht der Esslinger CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Grübel den Gläubigen ein frohes Fest und dankt für die Einhaltung der Corona-Regeln.

Grübel,…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten