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Surfer Leon Glatzer erfüllt seinen größten Traum

13.07.2021 05:30, Von Juliane Stadelmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Er darf für Deutschland an den Olympischen Sommerspielen teilnehmen

In Costa Rica lernte er das Surfen: Bei den Olympischen Sommerspielen tritt Leon Glatzer aber für Deutschland an. Hier erzählt er im Interview, was ihm am Surfen am besten gefällt.

Der Surfer Leon Glatzer in Aktion vor der australischen Küste und mit seinem Team-Shirt. Bei den Olympischen Spielen in Tokio in diesem Jahr sind erstmals auch Wellenreiter dabei, die um Medaillen kämpfen werden.  Fotos: Andrew Christie/DWV/Juliane Stadelmann
Der Surfer Leon Glatzer in Aktion vor der australischen Küste und mit seinem Team-Shirt. Bei den Olympischen Spielen in Tokio in diesem Jahr sind erstmals auch Wellenreiter dabei, die um Medaillen kämpfen werden. Fotos: Andrew Christie/DWV/Juliane Stadelmann

„Ich bin im Kopf noch im Flugzeug“, sagt Leon Glatzer. Kein Wunder: Der braungebrannte Surfer mit deutschen Eltern ist gerade um die halbe Welt geflogen.

Vor Kurzem hat er sich für die Olympischen Sommerspiele qualifiziert. Die Wettbewerbe starten am 23. Juli in Japans Hauptstadt Tokio. Leon Glatzer wuchs unter anderem in Costa Rica auf. Das Land liegt in Mittelamerika und hat super Wellen zu bieten. So konnte Leon Glatzer schon als Kind viel üben. Den dpa-Nachrichten für Kinder erzählte er, wie er zum Surfen kam und was er sich für Olympia vorgenommen hat.

Leon, wie fühlt es sich an, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein?

Ich bin richtig, richtig glücklich. Der Tag, an dem ich mich qualifiziert habe, war der beste meines Lebens.

Wann und warum haben Sie mit dem Surfen angefangen?

Ich surfe, seit ich vier Jahre alt bin. Nicht alleine, dafür war ich zu klein. Aber mit meiner Mama, sie hat mich auf dem Brett mitgenommen. Der Traum meiner Mama war es immer, an einem Strand zu leben, in einem kleinen Dorf, mit einer kleinen Welle. Damit sie surfen kann und damit sie mir das Surfen zeigen kann. Sie hat mir immer gesagt: Du musst deine Träume verfolgen. Mit 14, 15 Jahren hatte ich dann schon meinen ersten Vertrag.

Was mögen Sie am Surfen am meisten?

Ich glaube, am Meer zu sein. Nur ich allein mit mir. Da höre ich keine Autos, gar nichts, keine Menschen. Nur ich mit der Natur und das Adrenalin. Ich liebe das Adrenalin am Surfen, also die Aufregung.

Sie sind in Costa Rica aufgewachsen, wie war das?

Ich glaube, das war richtig gut für mich. Das Wetter ist immer warm, es gibt gutes Essen, es gibt richtig gute Früchte und die Leute sind richtig, richtig nett da. Und da gibt es eine der besten Wellen auf der Welt: die heißt Pavones. Dort habe ich gelernt zu surfen, dort lebe ich.

Aber warum surfen Sie dann für Deutschland?

Meine ganze Familie ist aus Deutschland, die sind aus Kassel. Als ich 14 Jahre alt war, bin ich gesurft, mein deutscher Agent hat mich entdeckt und gesagt: Hey, surf doch für Deutschland. Das war auch der Traum meiner Mama. Ich wollte das auch. Meine Familie aus Deutschland war immer für mich da.

Wovon träumen Sie bei Olympia?

Das war mein größter Traum. Nach ein paar Tagen habe ich gedacht: Nein, jetzt will ich mehr. Es ist wie eine Sucht! Jetzt will ich eine Medaille und es zu den nächsten Olympischen Spielen schaffen.

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