Paulas Nachrichten

Stuttgart hat zehn Partnerstädte

25.01.2013, Von Julia Lutzeyer — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Anstoß, mit ausländischen Gemeinden eine Freundschaft zu pflegen, kommt oft von Bürgern

Stuttgart und seine Partnerstädte Foto: Fotolia

Wer in eine Stadt fährt, sieht nahe des gelben Ortsschilds oft weitere Schilder mit Städtenamen. Als eine Art Überschrift ist da meist ein Wort zu lesen: Partnerstädte. Darunter folgen dann die Städtenamen mit Wappen der befreundeten Gemeinden. Oft liegen die im Ausland. In Deutschland hat die Stadt Köln mit 24 besonders viele Partnerstädte.

Doch auch die baden-württembergische Landeshauptstadt ist mit vielen Städten befreundet: Stuttgart hat zehn Partnerstädte auf vier Kontinenten. Die erste kam 1948 mit der Stadt St. Helens zustande. Sie liegt im Nordwesten von England. Damals war der Oberbürgermeister (OB) von St. Helens im zerbombten Stuttgart zu Gast. Er war erschrocken über die große Not und bot an, Fensterglas aus St. Helens zu liefern. Dort gab es viele Glasmanufakturen. Mit dem damaligen OB von Stuttgart, Arnulf Klett, vereinbarte der OB von St. Helens, Walter Marshall (sprich: „Wolter Marschl“), eine der ersten Städtepartnerschaften in Deutschland.

„In den meisten Fällen sind es Bürger, die den Anstoß zu einer Städtepartnerschaft gegeben haben“, sagt Alexander Kehrer. Im Stuttgarter Rathaus leitet er die Abteilung Außenbeziehungen und ist daher auch für Städtepartnerschaften zuständig. Gerade wird darüber diskutiert, ob es bei den zehn Städtepartnerschaften bleiben soll oder ob weitere folgen sollen. „Hinzukommen können in jedem Fall Partnerschaften von Stadtbezirken“, sagt Kehrer. Die gibt es schon, zum Beispiel zwischen Bad Cannstatt und dem elften Bezirk von Budapest in Ungarn. Mineralwasser fließt hier wie dort.

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