Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Streit um die heimliche Filmerei bei der Arbeit

27.08.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

dict.cc | Ubersetzungen fur 'http://www.golfandcountry.ch/?homework-help-online' im Rumanisch-Deutsch-Worterbuch, mit echten Sprachaufnahmen, Illustrationen, Beugungsformen, Juhu, jetzt wird Blödsinn gemacht! So denken manche Schüler, wenn der Lehrer mal für kurze Zeit aus dem Klassenraum geht. Sie fangen an herumzutoben. Vielleicht klaut auch einer Kreide oder anderes, weil er denkt: Der Lehrer sieht’s ja nicht. Aber was ist, wenn es eine Videokamera im Klassenzimmer geben würde und die filmt alles? In Schulen gibt es das zwar nicht – aber in manchen Firmen. Das hat in bestimmten Fällen schon für jede Menge Ärger gesorgt.

Einige Unternehmen haben winzige Kameras, mit denen Mitarbeiter gefilmt und so überwacht werden – ohne dass die Leute davon wissen. Aber damit könnte bald Schluss sein. Die deutsche Regierung will die heimliche Filmerei verbieten. In der Regel sollen nur noch an bestimmten Stellen und wenn die Mitarbeiter informiert sind Kameras erlaubt sein. Am Mittwoch haben die Politiker dazu ein Gesetz auf den Weg gebracht. Deshalb kocht der Streit um das Thema gerade wieder hoch. Was sagen diejenigen, die dafür sind, und was die, die das blöd finden?

DAFÜR

Viele Chefs sind strikt gegen das Verbot. Sie sagen: Die heimliche Filmerei nach bestimmten Regeln kann wichtig sein. Sie wollen so zum Beispiel Lagerräume überwachen. Manche Mitarbeiter würden klauen. Wenn zum Beispiel immer wieder was wegkommt und man sonst nicht rauskriegt, wer dahintersteckt, könnte das heimliche Filmen helfen – um den Dieb zu überführen. Ohne solche Beweise müsste man die Polizei rufen, sagen einige Chefs. Der Ärger wäre größer – auch für den Mitarbeiter. „Es geht nicht darum zu kontrollieren, ob einer in der Nase popelt – flapsig gesagt. Es geht um Straftaten“, meinte ein Sprecher.

DAGEGEN

Andere finden die heimliche Filmerei schlimm. Angestellte hätten damit das Gefühl, dass man hinter ihnen herschnüffelt und ihnen nicht vertraut. Und dass Chefs Dinge über sie erfahren könnten, die sie lieber für sich behalten möchten. „Es gibt Sachen, die sind erlaubt, aber man möchte nicht dabei gefilmt werden. Zum Beispiel beim Frühstücken. Diese Sachen gehen niemanden etwas an, auch nicht die Chefs“, sagte ein Sprecher. Viele Leute waren empört, als herauskam, dass einige Firmen sich nicht an Regeln hielten und bei der Überwachung viel zu weit gegangen waren. Sie sollen sogar kontrolliert haben, wie oft ein Angestellter aufs Klo ging.

Eine Videokamera zeichnet in der gestellten Szene die Arbeit in einem Büro auf. Einige Unternehmen haben winzige Kameras, mit denen Mitarbeiter gefilmt und so überwacht werden – ohne dass die Leute davon wissen. Foto: Jens Büttner

Paulas Nachrichten

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten