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Stina auf Baumjagd

09.03.2021 05:30, Von Claudia Irle-Utsch und Stina — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Kinderreporterin berichtet über eine 300 Jahre alte Eiche

Alte Bäume haben oft eine spannende Geschichte. Kinder-Reporterin Stina hat sich einen bestimmten Baum genauer angeschaut. Dabei ging es auch um Kaufleute und Pferde vor etwa 300 Jahren.

Stina hat sich die Vorspanneiche ganz genau angeschaut.  Foto: privat
Stina hat sich die Vorspanneiche ganz genau angeschaut. Foto: privat

Manche dieser Riesen sind mehr als tausend Jahre alt. Doch wenn man nicht auf sie achtet, spaziert man einfach an ihnen vorbei. Viele Bäume haben spannende Geschichten zu erzählen. Ich habe mir einen bestimmten ausgesucht. Und schon ging die Baumjagd los.

In Büchern kann man über besondere Bäume nachlesen

Ich heiße Stina und bin zehn Jahre alt. Ich lebe in einem Ort im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Doch welche spannenden Bäume gibt es überhaupt in meiner Umgebung?

Im Internet findet man erste Infos, zum Beispiel bei Wikipedia oder auf der Seite www.baumkunde.de. Außerdem gibt es Bücher über besondere Bäume in Deutschland.

So kam ich auf die Vorspanneiche. Dieser Baum steht an einem Platz am Waldrand, in der Nähe von Hilchenbach. Zuerst dachte ich: „Die sieht ja ganz normal aus, ich hab auch schon dickere und größere Bäume gesehen.“ Doch irgendwie machte mich diese alte Eiche neugierig.

Mit meinem Maßband fand ich heraus: Der Stamm hat einen Umfang von mehr als drei Metern. Der Baum sieht so hoch aus wie ein vierstöckiges Haus. Und er ist sehr verzweigt: Vom Hauptstamm gehen viele dicke und dann dünner werdende Äste und Zweige ab. Die Baumart heißt Stieleiche.

Die Eicheln mit ihren kleinen Hüten hängen teilweise an langen Stielen. Die Vorspanneiche soll um die 300 Jahre alt sein. Ich wäre also ganze 290 Jahre jünger.

Die Vorspanneiche hat eine sehr spannende Geschichte

Spannend finde ich die Geschichte der Vorspanneiche. Der Name hat wohl mit früheren Kaufleuten zu tun. Sie hatten im Tal zusätzliche Zugtiere ausgeliehen und vor ihre Wagen gespannt. So kamen sie besser den Berg hinauf. Die Eiche war ein Ort, den man sich auf dem Weg gut merken konnte.

Bei meinem Besuch der Vorspanneiche habe ich die Rinde mit Wachsmalstiften auf grünem Papier abgepaust. Das geht gut, denn Eichen haben tiefe Furchen.

Stina hat ein Bild gemalt, wie es vor 300 Jahren gewesen sein könnte

Zu Hause habe ich erst mal ein Bild von der Vorspanneiche gemalt. Es zeigt, wie ich mir das bunte Leben dort vor etwa 300 Jahren vorstelle.

Dazu kochte meine Tante Eichelkaffee. Der ist bitter, hat mir nicht besonders geschmeckt. Aber immerhin dürfen Kinder diesen Kaffee trinken. Außerdem passt das Getränk super zu meiner Baumjagd.

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