Schwerpunkte

Paulas Nachrichten

Stillstand nicht nur beim Hula-Hoop

17.12.2020 05:30, Von Claudia Irle-Utsch — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

In den Zirkussen geht im Moment gar nichts: Wegen Corona dürfen sie nicht öffnen

Zirkusse haben es in der Corona-Krise schwer: keine Reisen, keine Vorstellungen, wenig Geld. Auch der Circus Trumpf sitzt fest. Und mit ihm Elaine und Julienne. Sie sind Zirkuskinder und gern unterwegs.

Der Circus Trumpf ist ein Familienzirkus. Darauf sind Zirkusdirektorin Rebecca Trumpf (Mitte), ihre Tochter Kaltrina und die Enkelinnen Julienne (links) und Elaine stolz. Sie lieben es, Artistinnen zu sein. Sie halten sich fit für bessere Zeiten.  Foto: Claudia Irle-Utsch
Der Circus Trumpf ist ein Familienzirkus. Darauf sind Zirkusdirektorin Rebecca Trumpf (Mitte), ihre Tochter Kaltrina und die Enkelinnen Julienne (links) und Elaine stolz. Sie lieben es, Artistinnen zu sein. Sie halten sich fit für bessere Zeiten. Foto: Claudia Irle-Utsch

„Schreibst du Geschichten?“, fragt Elaine die Reporterin. Und sagt sofort: „Ich auch!“ Sie zeigt ihre Dinosaurier-Geschichte. Diese erzählt von einem Dino, dem Elaine und ihre Familie im Wald begegnen. Die Riesenechse ist ein freundliches Tier und trägt die ganze Familie auf ihrem Rücken über einen Fluss. Die Erstklässlerin hat ein Bild dazu gemalt und ihre Lehrerin den Text ins Reine geschrieben.

Es ist noch nicht so lange her, dass Elaine mit dem Lesen und Schreiben begonnen hat. Sie ist sieben Jahre alt und entdeckt gerade Wörter mit dem Anfangsbuchstaben „St“: Stuhl, Stiefel, Stern. Und ihre 13 Jahre alte Schwester Julienne rechnet aus, wie viele Steine sie braucht, um eine Terrasse zu pflastern.

Der Klassenraum, in dem die Mädchen lernen, ist klein, und er kann fahren: Elaine und Julienne Trumpf gehen in die „Schule für Circuskinder in NRW“. Und die kommt auf vier Rädern überall dorthin, wo die Kinder gerade leben. Das ist seit fast einem Jahr die Stadt Freudenberg im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier sitzt der Circus Trumpf fest, auf einem Schotterplatz.

Zweimal in der Woche kommt eine Lehrerin mit ihrem weißen Transporter zu Besuch. Sie hat alles dabei, was sie für ihre Schule braucht: Tische und Stühle, die Tafel und den Globus, Bücher, Hefte, Bastelscheren.

Wegen der Corona-Krise musste die Artistenfamilie in ihrem Winterquartier auch „übersommern“. Sie konnte mit dem Zirkus nicht weiterfahren. Nun beginnt ein neuer Winter. Das stresst die Kinder, denn sie reisen gern. Und die Erwachsenen haben große Sorgen. Denn es fehlt das Geld, das sie mit Shows und Schulprojekten verdienen können.

Zwar bekommen die Zirkusleute Unterstützung vom deutschen Staat. Aber diese Hilfe ist für die Menschen bestimmt. Für die Tiere des Zirkus gibt es nichts. Das sind drei Alpakas, drei Ponys, zwei Ziegen, ein paar Tauben, die Hunde und das Kätzchen Mimi. Deshalb freut sich Zirkusdirektorin Rebecca Trumpf über Spenden: etwa über Kraftfutter, Heu, Äpfel oder Möhren und auch über Geld in der Sammelbüchse. Die Oma von Julienne und Elaine findet es wichtig, dass der Zirkus überlebt. Es gibt ihn schon seit über 300 Jahren, sagt sie.

Julienne und Elaine mögen das Zirkusleben. Die Mädchen sind in der Manege zu Hause. Damit sie fit bleiben, üben sie jeden Tag zum Beispiel Hula- Hoop mit bis zu vier Reifen. Was sie mal werden wollen? „Artistin!“ sagen sie wie mit einer Stimme.

Paulas Nachrichten

Spaß auf dem Reiterhof

Ein Tiptoi-Buch von Ravensburger

(dpa) Elli ist schon ganz aufgeregt. Sie darf Ferien auf dem Reiterhof machen. Ein bisschen Angst hat sie schon. Sie kennt sich noch nicht so gut aus und geritten ist sie auch noch nicht. Aber auf dem Hof lernt sie eine Menge.

Du…

Weiterlesen

Weitere Nachrichten von Paula Alle Nachrichten