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Stichwort: Hornisse

05.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hornissen gehören zu den Wespen, genauer zu den Großwespen. Arbeiterinnen werden etwa 3,5 Zentimeter groß. Hornissen- Königinnen bringen es bis auf vier Zentimeter. Ab Mai werden die Tiere aktiv.

Dann sucht eine Königin einen Nistplatz. Dort beginnt sie mit dem Nestbau und legt Eier. Dann schlüpfen Arbeiterinnen, die weiterbauen. Die Königin bleibt bald nur noch im Nest und produziert Eier.

Bis Ende August etwa wächst das Volk immer weiter. Dann kann es 400 bis 700 Tiere zählen. Und deren Nest kann schon mal über einen halben Meter lang sein. Die Königin legt am Anfang nur Eier, aus denen Arbeiterinnen schlüpfen. Später kommen männliche Hornissen, sogenannte Drohnen, und Jungköniginnen hinzu. Im Herbst paaren sich beide miteinander. Die Drohnen sterben, die Arbeiterinnen auch. Die Jungköniginnen dagegen suchen sich einen Unterschlupf und bleiben dort den Winter über. Im Mai erwachen sie wieder. Und ein neues Hornissen-Jahr beginnt.

Hornissen sind in Deutschland vom Aussterben bedroht und daher geschützt. Die Tiere sind sehr nützlich. Fachleute sagen: Ein großes Hornissenvolk vertilgt pro Tag so viele Insekten wie fünf bis sechs Meisenfamilien. Anders als Wespen interessieren sich Hornissen aber nicht für Leckereien, die wir Menschen essen. Aus Kuchen und Eis machen sie sich nichts.

Im privaten Pilz-Insekten-Vogelmuseum in Neuheide bei Rostock zeigt Robby Krasselt den Bau eines Hornissen-Staates, der vor zwei Jahren in einem Schaukasten im Museum entstand. Mit Geduld und Spucke haben Hornissen dieses Nest gebaut. Eine echte Riesenbehausung! Foto: Bernd Wüstneck

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